Ford Mustang Mach-E

Ausfahrt im Elektro-Pony

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Beim Kickdown schneller als ein Macan

Natürlich können auch der stärkste Elektromotor und der beste Soundprozessor keinen V8 ersetzen. Doch wer im Modus „Temperamentvoll“, nach „Zahm“ und „Aktiv“ dem sportlichsten Fahrprofil, startet, erlebt tatsächlich ein wenig Muscle-Car-Feeling: Denn beim Kickdown galoppiert der elektrische Erstling schneller davon, als etwa ein Porsche Macan und erreicht schon nach 5,1 Sekunden Tempo 100. Und dabei reden wir noch nicht vom Mustang GT, der Ende nächsten Jahres in die Liga der Supersportwagen vorstoßen und die 100er-Marke schon nach 3,7 Sekunden reißen will.

An der Spitze steht zunächst eine Version mit zwei Motoren, die zusammen auf 258 kW oder 346 PS kommen, aus einer Batterie mit brutto 99 kWh gespeist werden und so auf eine WLTP-Reichweite von 540 Kilometern kommen. Alternativ gibt’s es eine heckgetriebene Version mit 216 kW/290 PS und respektablen 610 Kilometern Reichweite, sowie je eine Variante mit einem Akku von 76 kWh Bruttokapazität. Dann stehen für Heck- oder Allradantrieb jeweils identische 198 kW/269 PS im Datenblatt, die für bestenfalls 410 oder 440 Kilometer reichen.

Mustang Mach-E: Zugpferd der Elektro-Offensive
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Zwar gehört der Mach-E zur sportlichen Sorte, münzt das hohe Batteriegewicht in einen tiefen Schwerpunkt um und geht entsprechend knackig ums Eck. Doch anders als beim „echten“ Mustang ist der Spaß hier ein bisschen früher vorbei als üblich: 180 km/h schaffen die Standard-Versionen und selbst dem performanten GT drehen die Amis bei 200 Sachen den Saft ab. Das ist mehr als bei vielen Konkurrenten, doch für die Mutter aller Muscle Cars vielleicht ein bisschen wenig.

Beim Laden flott dabei

Während der Mustang Autos wie den ID 4 oder den i-Pace auf der Landstraße alt aussehen lässt und in der Spaßwertung abhängt, haben die Amis in der Stadt das Nachsehen. Denn auch in der stärksten Rekuperationsstufe braucht man viel Vertrauen und vor allem Weitblick, wenn man den Mustang mit einem Pedal reiten will.

Und wo viele dezidierte Elektroautos extrem handlich sind und überraschend kleine Wendekreise haben, ist der Mustang in dieser Hinsicht ein SUV wie Kuga & Co. Immerhin ist er beim Laden flott dabei: Maximal zieht er den Strom mit 150 kW und braucht für 100 Kilometer Fahren im besten Fall nur zehn Minuten Standzeit.

Erstlingswerk bleibt wohl Einzelgänger

Zwar ist Ford zurecht stolz auf den Mach-e und hat nicht nur geschickt die Lücke besetzt, die zwischen langweiligen Volumenmodell wie dem ID 4 und luxuriösen Stromern wie dem Mercedes EQC klafft, sondern auch ein paar Emotionen ins elektrische Einerlei gebracht. Doch eine lange Karriere dürfte dem elektrischen Cowboy trotzdem kaum beschieden sein.

Denn für kommende Akku-Modelle hat sich Ford den Wolfsburger Wunderbaukasten MEB gesichert und der Erstling bleibt damit wohl ein Einzelgänger.

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