Auslandsmärkte europäischer Hersteller: Nigeria schlägt Russland

Autor / Redakteur: sp-x / Yvonne Simon

Nigeria gilt als Wachstumsmotor des afrikanischen Markts. Für Europas Autoindustrie spielt das siebtgrößte Land der Welt eine immer wichtigere Rolle und hat jetzt Russland aus den Top Fünf der Handelspartner verdrängt.

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Europäische Autos sind in Afrika gefragt.
Europäische Autos sind in Afrika gefragt.
(Bild: Daimler)

Nigeria ist in die Top-Fünf der wichtigsten Auslandsmärkte für die EU-Autoindustrie aufgestiegen. Im vergangenen Jahr wurden laut dem Beratungsinstitut Inovev 240.000 in Europa gebaute Autos in das westafrikanische Land exportiert, 154 Prozent mehr als 2016.

Der wachstumsstarke Staat mit seinen rund 186 Millionen Einwohnern hat damit Russland aus der Top-Fünf-Liste der Handelspartner der EU-Autoindustrie verdrängt. Auf den ersten vier Plätzen liegen weiterhin die USA (1,15 Millionen Einheiten), China (566.000 Einheiten), die Türkei (512.000 Einheiten) und die Schweiz (267.000 Einheiten). Insgesamt hat die EU 2017 rund 5,6 Millionen Autos in das außereuropäische Ausland ausgeführt. Das entspricht rund 30 Prozent der Gesamtproduktion.

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Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas und das siebtgrößte Land weltweit. Das Wirtschaftswachstum ist extrem stark, der Automarkt ist in den vergangenen Jahren förmlich explodiert. Experten rechnen langfristig mit einem Wachstum auf mehr als sieben Millionen Einheiten pro Jahr. Traditionell stark vertreten sind vor Ort Toyota, Nissan und Ford, einerseits mit Pick-ups und anderen geländegängigen Modellen, andererseits mit günstigen Kleinwagen. Wachsende Bedeutung haben zuletzt auch die chinesischen Hersteller erlangt.

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