Branchenindex: April 2022 Auslastung und Stimmung auf dem Weg zum Vorkrisenniveau

Von Jakob Schreiner

Im April 2020, als die Corona-Pandemie Deutschland voll erwischte, rauschten auch die Stimmungswerte der Kfz-Branche in den Keller. Seitdem geht es wieder stetig bergauf, wenngleich es im Handel weiter hakt. Das geht aus dem Vergleich der aktuellen BIX-Zahlen mit denen der beiden Vorjahre hervor.

Die Auftragslage in den Werkstätten ist insgesamt wieder auf einem höheren Niveau als in den vergangenen zwei Jahren.
Die Auftragslage in den Werkstätten ist insgesamt wieder auf einem höheren Niveau als in den vergangenen zwei Jahren.
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Betrachtet man den Verlauf der Stimmungskurve in den vergangenen Monaten, bekommt man den Eindruck, dass sich kaum etwas zum Positiven verändert hat. In der monatlichen Betrachtung mag das korrekt sein – denn die Befragungsergebnisse verändern sich nur geringfügig. Das geht aus den Zahlen des Branchenindex (BIX) hervor, die »kfz-betrieb« gemeinsam mit der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggwerbe (BDK) monatlich erhebt. Hier werden jeweils 100 Vertragspartner und 100 freie Servicebetriebe zur aktuellen und zukünftig erwarteten Umsatzsituation sowie zur wirtschaftlichen Entwicklung ihres Betriebs befragt.

Tritt man nun von der monatlichen Betrachtung zurück und zieht die beiden Vorjahre zum Vergleich heran, sieht das Stimmungsbild durchaus anders aus. So steigt die Stimmungskurve der freien Werkstätten bzw. Markenbetriebe im Vergleich zum Vormonat um nur einen Indexpunkt von 95 auf 96 bzw. 93 auf 94. Im April 2021 lagen die Werte noch bei 92 bzw. 91 Punkten. Und im April vor zwei Jahren, als die Corona-Pandemie Deutschland voll erfasst hatte, rauschten die Stimmungskurven mit 75 bzw. 76 Punkten in den Keller. Im April 2019 – also im Vorkrisenjahr – lag der Indexwert der Vertragspartner bei 101 Punkten, der der Freien bei 97 Punkten.