Austin-Sammler verkauft gesamtes Museum

Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Austin-Liebhaber aufgepasst: In Dänemark kommt ein komplettes Museum mit Autos und Automobilia der britischen Marke unter den Hammer. Einziger Haken: Es gibt nur das Gesamtpaket.

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Die Gebote für die Austin-Sammlung stehen derzeit bei umgerechnet rund 38.000 Euro.
Die Gebote für die Austin-Sammlung stehen derzeit bei umgerechnet rund 38.000 Euro.
(Bild: © Campen Auktioner/ austinmuseum.dk)

Die Zeiten, in denen der britische Autobauer Austin erfolgreich Fahrzeuge für den Massenmarkt herstellte, sind seit Jahrzehnten vergangen. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen hat sich die Marke in ihrer Nische einen gewissen Fankreis erhalten. Einer davon lässt jetzt sein Museum versteigern.

Nach eigener Aussage handelt es sich bei der Sammlung auf der dänischen Insel Samsö um das weltweit größte Austin-Museum: Auf einer Ausstellungsfläche von 1.200 Quadratmetern sind neben 47 Autos mehr als 3.000 Automobilia ausgestellt, darunter Bücher, Plakate, Schilder, Spielzeugautos.

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Den Grundstein für seine Sammlung legte Besitzer Stefan Wolffbrandt 1985 mit einem Austin A3 Jahrgang 1957, den er vom Schrottplatz gerettet und für wenig Geld restauriert hatte. Als er Hafenmeister auf der bei Touristen beliebten Insel Samsö wurde, sah er die Gelegenheit, ein Museum zu eröffnen.

Seit 2007 erweiterte Wolffbrandt die Sammlung kontinuierlich. Viele Autos und Automobilia spendeten Liebhaber dem Museum. Die Mehrheit der Fahrzeuge beließ der Sammler in ihrem aktuellen Zustand und restaurierte sie nicht, von den bekannten Modellen A30 und Sprite bis zum seltenen Allegro.

Verkaufen will Wolffbrandt nun, weil die dänischen Steuerbehörden das Museum als ein Hobby eines Enthusiasten und nicht als ein Unternehmen einstufte und er dadurch steuerliche Nachteile hat. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen einer Stiftung auf Samsö zugutekommen. Zu haben ist die gesamte Sammlung über das Auktionshaus Campen. Derzeit stehen die Gebote bei 281.000 dänischen Kronen, umgerechnet rund 38.000 Euro – allerdings läuft die Online-Auktion auch noch gut einen Monat.

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