Vertrieb Auto-Abo von Audi soll im zweiten Quartal starten

Autor: Christoph Seyerlein

Die Ingolstädter wollen ihre Mobilitätsmarke „Audi on demand“ ausbauen. Bald soll es Audi-Modelle auch für ein bis zwölf Monate im Abo geben. Vertriebschefin Hildegard Wortmann gab am Donnerstag zudem einen Ausblick auf kommende E-Commerce-Aktivitäten des Herstellers.

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Audi-Modelle soll man bald auch abonnieren können.
Audi-Modelle soll man bald auch abonnieren können.
(Bild: Audi)

Wie einige andere Fahrzeughersteller wird Audi zeitnah ins Geschäft mit Auto-Abos einsteigen. Wie Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann am Donnerstag im Rahmen der Jahrespressekonferenz der Ingolstädter ankündigte, soll ein entsprechendes Angebot voraussichtlich im zweiten Quartal starten.

Kunden sollen dann Audi-Modelle über Audi on demand auch für ein bis zwölf Monate buchen können. Damit schließe man die Lücke zwischen Mietmodellen und Leasing, so Wortmann. Weitere Details will die Managerin zeitnah verraten.

Keine Rolle soll bei Audi in nächster Zeit dagegen Carsharing spielen. Das passe nicht zum Premium-Ansatz der Marke, erklärte die Vertriebsvorständin. „Sharing ist kurzfristig sicherlich nicht die richtige Option“, erteilte Wortmann dem Thema eine Absage.

Anders sieht es beim E-Commerce aus. Aktuell läuft in Deutschland ein Pilot-Projekt zum Online-Verkauf von Händler-Lagerwagen, das Audi im vergangenen Jahr mit der Krefelder Handelsgruppe Tölke & Fischer gestartet hatte. Das wolle man nun breiter ausrollen. Darüber hinaus solle eine Online-Plattform auch für Audi-Neuwagen entstehen. „Das hilft uns, schnell zu skalieren“, so Hildegard Wortmann. Wann die Plattform online gehen soll, verriet sie nicht. Erst am Mittwoch hatte mit VW Pkw eine andere Marke aus dem Volkswagen-Konzern angekündigt, im Sommer mit dem Online-Handel der elektrischen ID-Modelle zu starten.

„Handel ist nach wie vor das Rückgrat unseres Vertriebs“

Hildegard Wortmann betonte am Donnerstag, dass Audi bei allen digitalen Vertriebsprojekten weiter auf den Handel setzen wolle. „Für uns ist der Handel nach wie vor das Rückgrat unseres Vertriebs“, erklärte die Managerin. Man pflege eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Konzernchef Markus Duesmann lobte die Handelspartner explizit für ihre Leistung in der Corona-Pandemie: „Unsere Händler haben alles gegeben und größte Flexibilität bewiesen.“

Mit knapp 1,7 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen hatte Audi im vergangenen Jahr gut 150.000 Einheiten weniger verkauft als noch 2019. Zum Jahresende hatte der Absatz aber wieder ins Plus gedreht. Unter dem Strich reichte es für die Ingolstädter 2020 zu einem Gewinn von knapp 2,6 Milliarden Euro. Die Rendite lag bei 5,1 Prozent.

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Entwicklungsredakteur