Auto-Flatrates: „Der Markt ist mitten in einem brutalen Umbruch“

Auf Cluno.de sind Diesel der Renner

| Autor: Julia Mauritz

Wie gut sind Ihre Fahrzeuge ausgestattet?

Wir bieten im Wesentlichen zwei unterschiedliche Arten von Modellen an: Für die Kunden, die einfach nur mobil sein wollen, bieten wir Fahrzeuge mit einer reduzierten Sonderausstattung an – sie haben nur die wichtigsten Extras wie eine Klimaanlage oder einen Parkassistenten an Bord. Der deutlich größere Teil der Kunden will jedoch hochwertig ausgestattete Modelle, mit Extras wie LED-Scheinwerfern, einer Rückfahrkamera oder Lederausstattung. Was wir übrigens feststellen: Fast alle Kunden wünschen ein Automatikgetriebe.

Wie werden die Autos an die Kunden übergeben?

Die Kunden können die Fahrzeuge bei unseren Partner-Händlern abholen. Die überwiegende Mehrzahl wählt jedoch die Home-Delivery-Option, die 150 Euro extra kostet. Wir sind selber erstaunt, dass die Bequemlichkeit ein so wichtiger Faktor für die Kunden ist.

Wie alt sind Ihre Kunden im Schnitt?

Wir bieten Alltagsmobilität für eine sehr große Zielgruppe. Anders als man vielleicht denken könnte, handelt es sich nicht ausschließlich um eine junge, hippe Klientel mit einem hohen Einkommen, vielmehr ist es die Masse der Gesellschaft. Das Alter reicht von 25 bis 68 Jahren, und auch die Bandbreite des Nettoeinkommens ist weit. Momentan haben wir 80 Prozent Privatkunden und 20 Prozent Gewerbekunden. Bei Letzteren konzentrieren wir uns ausschließlich auf kleine Gewerbetreibende bis maximal 20 Fahrzeuge im Fuhrpark – das ist für uns eine sehr spannende Nische.

Wo kommen die Fahrzeuge zum Service hin? Gibt es einen Hol- und Bringservice?

Die Kunden bringen ihr Fahrzeug in Absprache mit uns selbst zu einem unserer lokalen Partner-Händler. Alle fälligen Wartungs- und Reparaturarbeiten werden dann direkt an uns berechnet. Ein Hol- und Bringservice ist nicht pauschal enthalten.

Wo fließen die Autos nach der Nutzung hin?

Über die Vermarktung wollen wir uns im Detail aktuell nicht äußern. Unser Ziel ist es, für den Handel attraktive Gebrauchtwagen zu generieren.

Wie schnell wird sich das Mobilitätsverhalten Ihrer Ansicht nach verändern, und welche Folgen wird das für die Finanzdienstleister haben?

Der Markt befindet mitten in einem brutalen Einbruch: Ich glaube, dass die Captives und die Finanzdienstleister bereits im Laufe der kommenden zwei bis drei Jahre massiv Geschäft verlieren werden, weil sich der Markt hin zu einem Subscription-Modell orientieren wird. Die Menschen werden durch die drohenden Dieselfahrverbote, die Elektromobilität und die autonom fahrenden Autos geradezu in flexible Mobilitätsmodelle getrieben, in denen sie sich nicht ewig binden müssen.

Sind Dieselmodelle und E-Autos auf Ihrer Plattform gefragt?

Ja, wir haben sehr viele Kunden, die große Lust haben, ein hochmodernes Elektroauto oder auch ein klassisches Dieselmodell zu fahren –schließlich tragen sie dank unserer dreimonatigen Kündigungsfrist kein Risiko bei eventuellen Fahrverboten.

In der Heft-Ausgabe 16, die am 20. April erscheint, berichtet »kfz-betrieb« ausführlich über die neuen Auto-Flatratemodelle von Premiumherstellern und freien Anbietern.

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