Deutscher Werkstattpreis Auto Hirsch tendiert zur Perfektion

Von Peter Diehl und Peter Diehl

„Der Chef steht mit zehn Ideen auf und geht mit 30 zu Bett“, sagt ein Auto-Hirsch-Mitarbeiter. Tatsächlich erweist sich Florian Hirsch beim Besuch der Jury als nicht versiegende Ideenquelle. Weil viele Einfälle auch umgesetzt werden, kommt Auto Hirsch aus dem Landkreis Kelheim auf Platz zwei des Deutschen Werkstattpreises 2021.

Inhaberfamilie (l.) und Mitarbeiter von Auto Hirsch, im Hintergrund das Werkstattgebäude.
Inhaberfamilie (l.) und Mitarbeiter von Auto Hirsch, im Hintergrund das Werkstattgebäude.
(Bild: Diehl/»kfz-betrieb«)

Wildenberg im niederbayerischen Landkreis Kelheim an einem Vormittag im Juli: Stefanie und Florian Hirsch empfangen die Jury des Deutschen Werkstattpreises mit einem zweiten Frühstück. Währenddessen stellen die Inhaber ihren nicht markengebundenen Betrieb vor. Florian Hirsch hört nicht auf, über abgeschlossene und künftige Vorhaben zu reden. Die Ideen sprudeln nur so aus ihm heraus. Alles erscheint sinnvoll und nachvollziehbar.

Doch zunächst zur Historie des Betriebs. Gegründet wurde das heutige Unternehmen Auto Hirsch 1981 als Nebengewerbe des Landmaschinenmechanikers Otto Hirsch und seiner Frau Anneliese, die Eltern von Florian Hirsch. Bereits zwei Jahre später entstand aus dem Neben- ein Hauptgewerbe, zu dem immer mehr Servicearbeiten an Pkw zählten. Zur Werkstatt, die aus dem Anfangsjahr stammt, kamen 1986 ein Ausstellungsraum, eine Lagerhalle und mehrere Garagen hinzu. 1997 musste eine Weiche in Richtung Zukunft gestellt werden: Landmaschinen oder Autos? Die Entscheidung fiel zugunsten der Autos. Für beide Handwerkszweige wären Fortbildungsaufwand und Investitionskosten zu hoch gewesen. In den Folgejahren wuchs die Zahl der Hebebühnen und Spezialwerkzeuge kontinuierlich.