Auto Klaus setzt auf direkte Kommunikation

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Social Media spielt beim Autohauses Klaus aus Zell an der Mosel eine große Rolle. Ständig steht es mit seinen Fans im Kontakt und holt damit Interessenten auch von weiter her in seinen Betrieb.

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Das Autohaus Klaus beeindruckt mit seiner Onlinekompetenz.
Das Autohaus Klaus beeindruckt mit seiner Onlinekompetenz.
(VBM Archiv)

Ob analog oder online – das ist für das Team des Autohauses Klaus aus Zell an der Mosel gleichwertig. Es setzt auf einen engen Kontakt zu seinen Kunden und Interessenten, in der virtuellen Welt genauso wie im realen Leben. Geschäftsführer Daniel Effgen erklärt: „Um heute erfolgreich zu sein, müssen wir alle Kanäle, die unsere Kunden nutzen, regelmäßig bespielen. Und die meisten Menschen sind heute häufig mehrere Stunden täglich im Internet unterwegs. Also müssen wir dort genauso präsent sein wie hier vor Ort mit unserem Autohaus.“

Der 1949 gegründete Betrieb vertritt seit 1958 die Marke Fiat. Alfa und Opel kamen 2001 und 2010 noch dazu. Rund 500 Autos verkauft die Mannschaft um die Geschäftsführer Bernd Klaus, Thorsten Klaus und Daniel Effgen. Und das weit über das idyllische Städtchen Zell mit seinen knapp 4.500 Einwohnern hinaus. Der Ort liegt an der Moselschleife im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz.

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Hoher Zeiteinsatz

Um mit seinen teilweise weiter entfernt lebenden Kunden und den Interessenten regelmäßig im Gespräch zu bleiben, nutzt der umtriebige Händler die Möglichkeiten, die das Social Media heute bietet. Täglich eine Stunde Arbeitszeit investiert Daniel Effgen in diesen Kommunikationskanal. Internet und Facebook sind für ihn zwei Seiten einer Medaille: „Es ist ganz wichtig, dass wir auch online für unsere Kunden persönlich rüberkommen. Wir wollen hier genauso sympathisch wirken wie im realen Leben.“ Er legt daher nicht nur Wert auf eine optisch ansprechende Webseite, sondern auch darauf, seinen Kunden täglich Neues und Interessantes über Facebook zu liefern. Dabei verlinkt er die Facebook-Einträge regelmäßig mit der Webseite und mit Youtube-Videos, die die Mannschaft selber dreht.

Gerade die Videos kommen bei der Kundschaft gut an. Wenn das Autohaus einmal die Gelegenheit hat, ein ganz besonderes Fahrzeug, vielleicht sogar einen Boliden, zu fahren, dann drehen Klaus und seine Kollegen gerne Filme von solchen Probefahrten. Persönliche Kommentare während dieser Fahrten zeigen, dass es sich bei diesen Videoclips nicht um professionelles Material handelt. Klaus erläutert: „Wir zeigen damit unseren Kunden, dass wir als ganz normale Menschen dahinter stehen und kein unpersönlicher Automobilkonzern sind.“

Youtube als Kundenbagger

Wenn Effgen solche Filme online stellt, steigen die Zugriffszahlen, sprunghaft an. Kein Wunder, dass der eine oder andere User anschließend nicht nur in der virtuellen Welt solche Autos sehen will und den Weg in das ganze reale Autohaus sucht – eine ideale Gelegenheit für ein Gespräch über einen neuen Wagen, sei es ein gebrauchter oder ein Neuwagen.

Das Autohaus Klaus präsentiert seine Gebrauchtwagen natürlich im Internet in den großen Börsen. Hier aber wollen sie keinen semiprofessionellen Eindruck hinterlassen. Deshalb steht jedes angebotene Fahrzeug mit 15 Bildern im Netz, die grundsätzlich in der gleichen Reihenfolge erscheinen. Eine gesonderte schriftliche Anleitung für den Fotografen sorgt dafür, dass die Bilder immer die gleiche Qualität haben.

Der direkte Kontakt zu den Kunden und Interessenten steht immer im Vordergrund. Ganz besonders dann, wenn dieser online kommt. Deshalb lautet die Maxime des Unternehmens, dass eingehende E-Mails grundsätzlich innerhalb von zwei Stunden beantwortet werden müssen. Effgen betont: „Die Zeit spielt im Internet eine immens große Rolle. Die User sind in ihrem täglichen Leben, insbesondere wenn sie Facebook viel nutzen, gewohnt, umgehend Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Genau das erwarten sie auch von uns, wenn sie uns eine E-Mail-Anfrage schicken. Wenn ich diese erst am nächsten Tag beantworte, dann habe ich den Interessenten meist schon an einen Wettbewerber verloren.“

Der sehr persönliche Eindruck zieht sich durch den gesamten Online-Auftritt des Unternehmens. Online sind nicht nur die Geschäftsführer abgebildet, sondern auch die Mitarbeiter und sogar die beiden Hunde der Familie Klaus. Bei speziellen Angeboten, die das Autohaus auf seinen Onlineseiten veröffentlicht, findet der User auch das Bild des jeweils zuständigen Mitarbeiters neben der entsprechenden Anzeige. So weiß er sofort, an wen er sich im Betrieb wenden muss.

So steht das Autohaus Klaus im direkten Kontakt mit seinen Kunden, die ihm das danken. Das zeigen die rasant steigenden Zugriffszahlen auf der Webseite und die vielen Posts der User auf der Facebookseite.

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