Auto1 kündigt Kurzarbeit an

Autor: Silvia Lulei

Auto1 bereitet seine 1.500 Mitarbeiter in Deutschland auf Kurzarbeit vor. Ein Zukauf über die B2B-Plattform Auto1.com soll aber weiterhin möglich sein.

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Immer weniger Händler kaufen über Auto1 Fahrzeuge zu. Daher kündigte das Unternehmen Kurzarbeit an.
Immer weniger Händler kaufen über Auto1 Fahrzeuge zu. Daher kündigte das Unternehmen Kurzarbeit an.
(Bild: Auto1.com)

Auto1 hat den Fahrzeugankauf über seine Filialen von Wirkaufendeinauto.de eingestellt, aber das B2B-Geschäft über die Plattform Auto1.com läuft nach Angaben des Unternehmens weiter. Die Mitarbeiter würden den Händler wie gewohnt telefonisch und per E-Mail zur Verfügung stehen. Das Unternehmen bekräftigt nach wie vor, es könne Händlern „wertvolle Liquidität sichern“, wie Lisa Langlois, Head of Communications, auf Nachfrage mitteilte.

Dennoch muss sich das Unternehmen, das zu den bedeutendsten Start-ups in Deutschland zählt, offenbar auf schwierige Zeiten vorbereiten: Erst vor wenigen Tagen verschickte Robert Lasek, Geschäftsführer für Deutschland, eine E-Mail an die 1.500 Mitarbeiter in Deutschland, in der er sie auf Kurzarbeit vorbereitet. Die globale Corona-Krise beeinträchtige das Geschäft des Berliner Online-Gebrauchtwagenhändlers zurzeit erheblich, heißt es in der Nachricht, die dem Wirtschaftsmagazin „Capital“ vorliegt. Die Partnerhändler würden kaum noch Autos verkaufen, soll Lasek geschrieben haben. Um die wirtschaftlichen Folgen für Auto1 abzufedern, sei Kurzarbeit wahrscheinlich. Das Management gehe dabei von mindestens sechs bis acht Wochen aus.

Langlois versichert, dass Auto1 bereit ist, „auf Veränderungen bestmöglich zu reagieren und sichere und verlässliche Lösungen für den digitalen Autohandel auch unter neuen Bedingungen schnell umzusetzen“. Das Unternehmen baut dabei unter anderem auf die kontaktlose Fahrzeugbewertung per mobiler App.

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 Silvia Lulei

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Chefredakteurin »Gebrauchtwagen Praxis«, Vogel Communications Group