Autobanken sorgen für höhere Loyalität

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Autokäufer, die über Autobanken finanzieren, bleiben ihrem Händler häufiger treu als andere Kundengruppen. Auch legen sie sich in kürzeren Abständen einen Neuwagen zu, ergab eine Studie.

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Ohne gute Finanzdienstleistungsangebote funktioniert der Automobilverkauf heute kaum noch.
Ohne gute Finanzdienstleistungsangebote funktioniert der Automobilverkauf heute kaum noch.
(Foto: © Bluedesign - Fotolia.com)

Automobile Finanzdienstleistungen gewinnen beim Autokauf immer weiter an Bedeutung. Für fast die Hälfte (45 Prozent) der Autohauskunden ist die Entscheidung für ein Leasing- oder Finanzierungsangebot sogar noch wichtiger als die Wahl der Fahrzeugmarke. Dies zeigt eine repräsentative Studie des Arbeitskreises Autobanken (AKA) und des Marktforschungsinstituts Puls, für die rund 1.200 Autokäufer in Deutschland befragt wurden.

Die Studienergebnisse belegen, welchen Beitrag die Banken der Automobilwirtschaft heute zur Absatzförderung sowie zur Loyalität der Kunden leisten – für Hersteller und Automobilhandel gleichermaßen.

Beispielsweise kaufen Kunden der herstellerverbundenen Banken und Leasinganbieter ein Fahrzeug nicht nur früher als vorgesehen (31 Prozent), sie wählen häufig auch eine bessere Ausstattung (43 Prozent) und können sich einen höheren Fahrzeugpreis leisten als erwartet (29 Prozent). Darüber hinaus ermöglichen es die Herstellerbanken, dass sich nahezu vier von zehn Gebrauchtwageninteressenten (37 Prozent) doch für die Anschaffung eines Neuwagens entscheiden.

„Das Finanzangebot transformiert den vier- oder fünfstelligen Fahrzeugpreis in eine zwei- oder dreistellige Monatsrate, die präzise auf das individuelle Haushaltsbudget zugeschnitten ist“, erläutert Anthony Bandmann, Sprecher des Arbeitskreises Autobanken. Auf diese Weise werde das Wunschfahrzeug unkompliziert finanziell darstellbar.

Auch der Einfluss der Finanzdienstleistungen auf die Fahrzeughaltedauer ist beachtlich: Kunden der Herstellerbanken nutzen ihr Fahrzeug durchschnittlich 4,4 Jahre, Leasingkunden sogar nur 3,1 Jahre. Bei Barzahlern hingegen ist die Fahrzeughaltedauer mit 5,9 Jahren deutlich länger. „Zum einen fahren Autobankkunden somit stets neuere Fahrzeuge auf einem sicherheitstechnisch und ökologisch aktuellen Stand, zum anderen profitieren auch Hersteller und Handel von einem erhöhten Fahrzeugumschlag“, führte Bandmann aus.

Treue Kunden für Händler und Marke

Dass die Kunden beim Fahrzeugwechsel häufig beim gleichen Fabrikat bleiben, ist ebenfalls ein Verdienst der Finanzdienstleistungen. Laut der Studie entscheiden sich zwei Drittel (63 Prozent) der Autobankkunden erneut für die derzeit gefahrene Marke, während dies Kunden anderer Banken (37 Prozent) und Barzahler (46 Prozent) deutlich seltener tun. Rund die Hälfte der Autobankkunden (48 Prozent) würde sich außerdem beim nächsten Autokauf für den gleichen Händler entscheiden – Kunden anderer Banken nur zu 29 Prozent.

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