Corona-Mutation Autobauer bangen um Bauteile aus Großbritannien

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Wehner

Seit dem Wochenende sind der Hafen Dover und der Eurotunnel wegen der kürzlich in Großbritannien entdeckten Mutation des Corona-Virus geschlossen. Die deutsche Autoindustrie befürchtet Lieferengpässe.

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Einige Autobauer, darunter die BMW-Tochter Mini, produzieren in Großbritannien.
Einige Autobauer, darunter die BMW-Tochter Mini, produzieren in Großbritannien.
(Bild: Mini)

Zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland müssen aus Sicht der Autobauer in Deutschland möglichst bald wieder Waren ausgetauscht werden. „Bauteile sind nicht ansteckend und werden gebraucht, damit die Produktion und Versorgung nicht zum Erliegen kommt“, warnte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag. „Die Unternehmen in der Industrie haben meist nur einen Lagerbestand von wenigen Tagen, danach ist Stopp. Das gefährdet Jobs und die Versorgung.“

Der Hafen Dover und der Eurotunnel sind seit dem Wochenende geschlossen. Grund für die Reisebeschränkungen ist eine kürzlich entdeckte Mutation des Coronavirus in Großbritannien.

„Die Einreisebeschränkungen von und nach Großbritannien haben enorme wirtschaftliche Auswirkungen“, hieß es beim VDA. Großbritannien ist der wichtigste Exportmarkt für deutsche Autos, viele Branchenunternehmen produzieren auch dort. „Viele Bauteile aus der deutschen Zulieferindustrie passieren mehrfach den Ärmelkanal, bevor das Fahrzeug fertig ist“, erklärte der Verband. Er mahnte auch an, die Lastwagenfahrer im Grenzstau über Weihnachten gut zu versorgen.

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