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Autodiebe verursachen 2017 höheren Schaden

| Autor: Andreas Wehner

Im vergangenen Jahr haben die Versicherer in Deutschland weniger gestohlene kaskoversicherte Pkw verzeichnet als noch 2016. Trotzdem stieg der wirtschaftliche Schaden deutlich. Denn die geklauten Autos werden immer teurer.

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Diebe klauen immer hochwertigere Autos.
Diebe klauen immer hochwertigere Autos.
(Foto: GDV)

Der Schaden, den Autodiebe 2017 in Deutschland angerichtet haben, ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen – und das obwohl weniger Fahrzeuge geklaut wurden. 17.493 gestohlene kaskoversicherten Pkw bedeuteten ein Minus von 4 Prozent gegenüber 2016, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag mit.

Trotzdem ist der wirtschaftliche Schaden um 8 Prozent auf 324 Millionen Euro gestiegen. Der Grund: Die durchschnittliche Entschädigung für einen Diebstahl erreichte mit rund 18.500 Euro (+13 %) eine neue Rekordhöhe.

Besonders beliebt sind bei Autodieben weiterhin teure und luxuriöse Autos. Spitzenreiter nach Marken waren im vergangenen Jahr Land Rover und Porsche mit den meisten Diebstählen pro 1.000 versicherte Pkw. Modellseitig lag der Audi Q7 vorne, gefolgt vom Mercedes ML63 AMG und dem Mazda CX-5.

Vergleicht man die Bundesländer und Großstädte, hatte Berlin erneut die mit Abstand höchste Diebstahlrate. Hier wurden im Laufe des vergangenen Jahres 3.355 Pkw entwendet, was einer Diebstahlquote von 3,6 pro 1.000 kaskoversicherte Pkw entspricht. Ebenfalls vergleichsweise hohe Diebstahlquoten ergaben sich für die Städte Hamburg (1,9), Leipzig (1,3), Hannover (1,2) und Dresden (1,0).

Deutlich geringer war die Diebstahlgefahr im Süden der Republik: In Bayern und Baden-Württemberg wurden im gesamten Jahr nur 821 bzw. 698 Autos geklaut, was jeweils einer Quote von 0,1 entspricht. Auch die süddeutschen Großstädte waren hinsichtlich eines Autodiebstahls deutlich sicherer als andere Städte.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«