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Autofahrer vernachlässigen ihre Reifen

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Drei Viertel aller Fahrzeuge in Europa sind mit zu wenig Luftdruck unterwegs – ein Viertel mit zu geringem Profil. Das zeigt eine Untersuchung von Bridgestone.

Verschlissene Reifen gefährden die Sicherheit, vor allem auf nasser Straße.
Verschlissene Reifen gefährden die Sicherheit, vor allem auf nasser Straße.
(Foto: Rosenow)

Eine europaweite Untersuchung des Reifenzustands hat alarmierende Ergebnisse hervorgebracht: 78 Prozent der Fahrzeuge sind mit zu geringem Reifendruck unterwegs, und bei einem Viertel der Fahrzeuge lag das Reifenprofil unter dem gesetzlichen Grenzwert. Diese Zahlen sind nicht zuletzt deshalb beunruhigend, weil sie eine Steigerung von rund 25 Prozent im Vergleich zur letzten Erhebung 2011 darstellen.

Die Zahlen stammen von dem japanischen Reifenhersteller Bridgestone, der im Jahr 2012 mehr als 28.000 kostenlose Reifensicherheitschecks durchgeführt hat – und das zum achten Mal in Folge. Die wahrscheinlichsten Gründe für diese Zunahme seien die Wirtschaftskrise, die steigenden Benzinpreise und eine rückläufige Kaufkraft, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Viele Autofahrer nutzten ihr Fahrzeug seltener, sodass sie auch weniger häufig tanken würden – und dabei ihre Reifen prüfen.

Bridgestone warnt vor den Risiken eines zu geringen Reifendrucks oder abgefahrener Reifen, da beide Faktoren die Verkehrssicherheit beeinträchtigen: Stabilität und Lenkreaktion nehmen ab und der Bremsweg verlängert sich.

Außerdem erhöht eine unzureichende Reifenwartung im Laufe der Zeit die Kosten für den Autofahrer: Reifen mit zu niedrigem Druck verschleißen nicht nur schneller, sondern seien auch der Grund für schätzungsweise jährlich 3,9 Milliarden Liter mehr Kraftstoffverbrauch, hat Bridgestone ausgerechnet. Das entspreche 9,2 Millionen Tonnen unnötiger CO2-Emissionen im Jahr.

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