Autohäuser: Wer muss wann Masken tragen?

Autor: Doris Pfaff

Maskenpflicht ist nicht gleich Maskenpflicht: Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung haben die jeweiligen Bundesländer uneinheitlich geregelt. Die Unterschiede listet der ZDK auf.

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In der Autohausgruppe Spindler tragen Mitarbeiter und Kunden Gesichtsmasken.
In der Autohausgruppe Spindler tragen Mitarbeiter und Kunden Gesichtsmasken.
(Bild: Autohaus Gruppe Spindler)

Mit der Entscheidung Schleswig-Holsteins, das ab diesem Donnerstag ebenfalls eine Maskenpflicht beim Einkaufen und Fahren in Bus und Bahn einführt, besteht nun eine solche Verordnung bundesweit. Auslegung und Tragweite sind aber durchaus unterschiedlich.

Deshalb hat der ZDK die Verordnungen der einzelnen Länder zum Tragen einer Gesichtsmaske bzw. einer Mund-Nase-Bedeckung aktualisiert und im Intranet aufgelistet. Die ZDK-Übersicht beinhaltet neben den Links zu den jeweiligen Verfügungen der Landesregierungen auch die wichtigsten Regeln, die jetzt gerade gelten.

Die Verordnungen zur Maskenpflicht beruhen auf dem gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern Mitte April. Der Kfz-Verband bedauert, dass es bei der Umsetzung der Maskenpflicht keine „einheitliche, inhaltsgleiche Regelung“ gibt, sondern unterschiedliche Vorgaben zur Umsetzung.

Die Maskenpflicht beim Einkaufen gelte beispielsweise in einigen Bundesländern nur für Kunden, in anderen auch für das Personal. In einigen Bundesländern dürfen Mitarbeiter auf das Tragen einer Maske verzichten, wenn beispielsweise entsprechende Trennvorrichtungen (Stichwort: Spuckschutz) vorhanden sind. In anderen Bundesländern haben die Ladenlokalinhaber die Maskenpflicht dagegen in eigener Verantwortung durchzusetzen.

Einige noch offene und strittige Fragen für die Kfz-Betriebe in Baden-Württemberg, unter anderem, ob ein dreiseitiger Spuckschutz nötig ist, klärte der Landesverband nun mit dem Wirtschaftsministerium ab.

Maskenpflicht trotz Spuckschutz?

Laut Mitteilung des Landesverbands Baden-Württemberg gilt:

  • Grundsätzlich müssen alle Beschäftigten in Ladengeschäften mit Publikumsverkehr wie Showrooms von Autohäusern oder Tankstellenshops eine Mund-Nase-Abdeckung („Alltagsmaske“) tragen, um der sogenannten Maskenpflicht gerecht zu werden.
  • Auf das Tragen einer Mund-Nase-Abdeckung kann dann verzichtet werden, wenn ausreichende Trennvorrichtungen (Spuckschutz) bestehen. Das müssen keine dreiseitigen Scheiben sein, wie zuvor das Sozialministerium gefordert hatte. Laut Wirtschaftsministerium sei ein einseitiger Spuckschutz nach derzeitigem Stand ausreichend, da sich im Autohaus der Kunde in der Regel nicht um den Mitarbeiter bewege, wie dies beispielsweise an der Kasse im Supermarkt geschehe.
  • Betriebe müssen die Kunden auf die Maskenpflicht hinweisen, diese aber nicht aus dem Geschäft schicken, wenn sie keine Maske tragen. Diese Kunden dürfen bedient werden und sollen zahlen dürfen. Insbesondere bei Tankstellenshops wäre eine andere Regelung kontraproduktiv.

Noch klären möchte das baden-württembergische Wirtschaftsministerium, ob auch Mitarbeiter in einem Autohaus ohne Kundenkontakt an ihrem Arbeitsplatz (zum Beispiel aus der Buchhaltung oder Gutachter) eine Trennscheibe benötigen oder eine Maske tragen müssen.

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Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik