Die großen Autohändler 2021 Autohaus Borgmann hält die Balance

Von Julia Mauritz

Den familiären Charakter bewahren und gleichzeitig der Wachstumsstrategie der Hersteller gerecht werden: Das werten die beiden Geschäftsführer als schwierigen Spagat, den es zu meistern gilt.

Das Dorstener Autohaus Borgmann ist in der Region fest verankert.
Das Dorstener Autohaus Borgmann ist in der Region fest verankert.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Jahrelang hatte die Autohausgruppe Borgmann mit Hauptsitz in Dorsten eine klare Vertriebsstrategie: den Kunden eine möglichst breite Auswahl an sofort verfügbaren Neu- und jungen Gebrauchtwagen anzubieten; vielfach handelte es sich um Tageszulassungen. Ein perfekt funktionierendes Geschäftsmodell – bis zur Halbleiterkrise, die die Fahrzeughersteller und Händler markenübergreifend kalt erwischt hat.

„Bis vor Kurzem war es noch ein Problem, genügend Parkplätze für unsere Lagerfahrzeuge zu finden. Plötzlich müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie wir die wenigen Fahrzeuge, die wir noch physisch in unseren Betrieben haben, so präsentieren, dass die Knappheit nicht auffällt und die Kunden nicht den Eindruck bekommen, dass wir kurz vor der Insolvenz stehen“, schmunzelt Seniorchef Clemens Borgmann.