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Autohaus Geisser punktet als flexibler Flottenvermieter

| Autor: Martin Achter

Das Autohaus Geisser hat schon vor Jahren ein Vermietkonzept entwickelt, das später auch Geissers Hauptmarke Volvo in ähnlicher Form lancierte. Das Ziel: Flottenkunden mit flexiblen Verträgen zu binden. Die Gruppe punkete damit beim Vertriebs Award in der Kategorie Großkundengeschäft.

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Ein selbst entwickeltes flexibles Vermietkonzept für Flottenbetreiber: Damit setzte sich das Autohaus Geisser in Karlsruhe beim Vertriebs Award 2018 in der Kategorie „Großkundengeschäft“ durch.
Ein selbst entwickeltes flexibles Vermietkonzept für Flottenbetreiber: Damit setzte sich das Autohaus Geisser in Karlsruhe beim Vertriebs Award 2018 in der Kategorie „Großkundengeschäft“ durch.
(Bild: Achter / »kfz-betrieb«)

Bei Volvo fiel der Startschuss 2014: Die schwedische Marke kündigte ihr Autovermiet- und Carsharing-Konzept „Schwedenflotte“ an. Ganz allein war der Importeur damals mit der Idee aber nicht: Der langjährige Vertragspartner Geisser mit Stammsitz in Karlsruhe hatte schon einige Zeit zuvor sein hauseigenes Modell in die Spur gebracht. Das Ziel des Unternehmens: Flottenkunden besonders flexibel zu bedienen und so das Geschäft mit ihnen zu stärken.

Schwedenflotte: Das heißt unter anderem, als Firmen- oder Privatkunde für überschaubare Zeiträume – beispielsweise mehrere Wochen oder Monate – ein Fahrzeug zu fahren und dann, je nach Belieben, zu einem anderen wechseln zu können, oder sich komplett von dem Vehikel zu trennen.

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Für die familiengeführte Geisser-Gruppe ist das Großkundengeschäft von besonderer Bedeutung: Sie ist nicht nur einer der größten Volvo-Händler Deutschlands, sie ist auch einer der stärksten Partner der Marke im Flottengeschäft. Und sie treibt das Großkundengeschäft mit Herzblut voran – auch mit ihren anderen Marken Jaguar, Land Rover und Maserati.

Im Heimatland von BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen mit den Konzernschwestern Audi, Seat und Skoda ist Herzblut die Voraussetzung für den Markterfolg – zumindest, wenn man gutes Geld verdienen will. Und Geisser hat renommierte Großkunden: unter anderem BASF, Michelin oder SAP. Die Gruppe mit ihren neun Standorten im Badischen und rund 200 Mitarbeitern steht heute nach eigenem Bekunden auch deswegen wirtschaftlich solide da. Den 2016 fertiggestellten Standortneubau in Karlsruhe etwa finanzierte sie zur Hälfte aus Eigenmitteln.

Aber zurück zum Flottenkundengeschäft: Sein flexibles Vermietkonzept entwickelte das Unternehmen, um Großkunden ganz individuell bedienen und binden zu können. Für Geschäftsführer Michael Walter lautet eine Devise nämlich: Immer neue Services anbieten, um Kunden bei der Stange zu halten.

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So kann es für Großkunden beispielsweise interessant sein, in ihre Flotten hochflexibel einzelne Fahrzeuge aufnehmen und sich schnell wieder von diesen trennen zu können. Ein Beispiel: Auch neu eingestellte Mitarbeiter von Unternehmen brauchen immer wieder Dienstwagen. Aber die Probezeit der Beschäftigten ist ein Risiko. Da will kein Unternehmen auf einem mittelfristig angelegten Leasingvertrag sitzen bleiben. Sonst muss es sich – je nach Einzelfall – um die Vermarktung nicht mehr benötigter Fahrzeuge kümmern oder die Kosten bis zum Ende der Laufzeit tragen.

Geisser entwickelte sein Vermietkonzept, nachdem ein Großkunde mit seinem Wunsch nach mehr Flexibilität das Autohaus auf die Idee gebracht hatte. Bei dem Konzern ist Geisser mittlerweile als Langzeitvermieter etabliert. Und Geschäftsführer Walter ist zufrieden: „Was kann uns Besseres passieren als jemand, der ein halbes Jahr eine Probefahrt mit einem Auto macht? Von zehn bestellen neun einen Volvo.“

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Über den Autor

 Martin Achter

Martin Achter

Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«