Autohaus Kloz: Mercedes-Betrieb für vier Millionen Euro ist fertig

Autor: Christoph Seyerlein

Der aktuell modernste Mercedes-Betrieb Deutschlands steht in Fellbach. Das Autohaus Kloz hat rund vier Millionen in den Neubau investiert. Das Unternehmen will aber nicht nur mit Steinen, sondern vor allem auch mit digitalen Elementen Akzente setzen.

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In Fellbach steht derzeit das modernste Mercedes-Autohaus Deutschlands.
In Fellbach steht derzeit das modernste Mercedes-Autohaus Deutschlands.
(Bild: Autohaus Kloz)

Nach rund 16 Monaten Bauzeit steht ein neuer Mercedes-Betrieb in Fellbach vor der Eröffnung. Rund vier Millionen Euro hat das Autohaus Kloz in den Neubau investiert. Laut Geschäftsführer Dietrich Kloz soll das aber nicht nur eine Investition in Steine, sondern vielmehr auch „für den Schritt in die digitale Zukunft“ sein. „Ohne Autos im Ausstellungsraum geht es nicht“, so Kloz. „Aber nur mit Autos im Ausstellungsraum geht es auch nicht mehr.“

Zu einem Neubau habe man sich entschieden, da es keinen Sinn mehr ergeben habe, den bisherigen Betrieb an die Vorgaben von Mercedes anzupassen. „Dann lieber ganz neu und nach den neuesten Erkenntnissen mit Zukunftsperspektive“, sagt Kloz. Die Umsetzung des Projektes war sportlich. Der Neubau musste bei laufendem Betrieb hochgezogen werden. Zudem musste das Nachbargebäude – ein Kaufland-Supermarkt – einbezogen und ein Parkdeck mit zusätzlich 12 überdachten Parkplätzen realisiert werden.

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Entstanden ist das neue Autohaus auf einer Grundfläche von 1.300 Quadratmetern. Ebenerdig stehen 1.000 Quadratmeter als Ausstellungs- und Verkaufsfläche für 14 Neuwagen zur Verfügung. Damit kann Kloz seine bisherige Kapazität verdoppeln.

Darüber hinaus sollen regelmäßig 80 Jahreswagen und junge Gebrauchte vor Ort verfügbar sein. Mit dem Mehr an Platz steigen auch die Absatzerwartungen: „Bisher setzen wir an unserem Standort 1.000 Fahrzeuge im Jahr um, jetzt sollen es 1.200, möglichst 1.400 werden“, sagt Dietrich Kloz.

Keine Hochglanzbroschüren mehr

Gerade aber auch digital will der Geschäftsführer Akzente setzen. „Wir haben keine Hochglanzbroschüren mehr, weil ein Großteil der Kunden sich schon vorher online informiert. Zusammen mit unseren Beratern können die Kunden dann virtuell ihr persönliches Wunschfahrzeug konfigurieren und auf den großflächigen Bildwänden im Verkaufshaus bestaunen“, erklärt Kloz.

Maybach, AMG, Mercedes – je nach Wahl wechselt in den Lounges, in der sich Berater und Kunde besprechen, Logo und Lichtfarbe. Auf dem vom Verkäufer per Tablet gesteuerten Groß-Bildschirm tauchen Modell und Ausstattungsvarianten auf. „Wir können hier alle Varianten bis in die kleinste Farbnuance durchspielen“, sagt Verkaufsleiter Alfonso Torchia. Der gesamte Prozess bis hin zur Finanzierung sei digital darstellbar.

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Entwicklungsredakteur