Autohaus Kuhn+Witte (Jesteburg): „Wir haben richtig entschieden“

Autor: Wolfgang Michel

Das norddeutsche Familienunternehmen startete mit der Eröffnung seines Audi-Terminals ins neue Jahr. Welche Erwartungen die Autohausgruppe an den neuen Standort bzw. das Jahr 2020 hat, erläutert Geschäftsführer Oliver Bohn.

Oliver Bohn: „Die äußeren Einflüsse kann ich nicht verändern. Aber ich kann dafür sorgen, dass wir bei uns im Unternehmen professionell damit umgehen.“
Oliver Bohn: „Die äußeren Einflüsse kann ich nicht verändern. Aber ich kann dafür sorgen, dass wir bei uns im Unternehmen professionell damit umgehen.“
(Bild: Michel/»kfz-betrieb«)

Redaktion:Werfen wir anfangs einen Blick zurück: Ob Neuwagen, Gebrauchtwagen oder Servicegeschäft – wie zufrieden sind Sie mit dem Geschäftsverlauf von Kuhn+Witte im Jahr 2019?

Oliver Bohn: Wer mich kennt, weiß, dass ich beruflich selten zufrieden bin, die Frage ist auch nicht einfach zu beantworten. Zufriedenheit ist ein Zustand innerlicher Ausgeglichenheit, ein innerer Frieden. Wer sich zufrieden fühlt, ist mit den äußerlichen Gegebenheiten einverstanden, fühlt sich wohl und lebt ein Leben, das ihn ausfüllt. Ich interpretiere Zufriedenheit deshalb mal als behagliche Gelassenheit. Das kann ich mir beruflich leider nur noch selten erlauben.

Warum?

Insbesondere wir Händler des Volkswagen-Konzerns stecken seit 2015 in einem permanenten Veränderungsprozess. Die Dieselkrise beschäftigt uns noch heute, und die jetzt immer stärker aufkommende Forderung, auf Elektromobilität zu setzen, ist eine Konsequenz aus den Fehlern und Versäumnissen der Vergangenheit. Vertragskündigungen, neue Händlerverträge mit neuen Margen- und Bonussystemen und die Umsetzung einer neuen Marken-CI sind unter dem Gesichtspunkt eines Neuanfangs sinnvoll – allerdings binden all diese Punkte sehr viele Kapazitäten unseres Managements. Umso mehr freue ich mich, dass wir es im letzten Jahr trotzdem geschafft haben, unsere Kuhn+Witte-Zukunftswerkstatt zu gründen. Hier er- und bearbeiten wir gemeinsam Themenfelder, um unsere automobile Zukunft sicherzustellen.

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 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«