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Autohaus Liebe digitalisiert die Außen-CI

| Autor: Andreas Grimm

Die Digitalisierung ist nicht nur ein Schreckgespenst, sie kann auch hilfreich sein. Ein Beispiel liefert derzeit das neue Autohaus der Liebe-Gruppe in Leipzig. Dort lässt sich das äußere Erscheinungsbild künftig per Knopfdruck erneuern.

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In Leipuig sorgt derzeit im neu eröffneten Skoda-Autohaus der Liebe-Gruppe ein riesiger LED-Bildschirm an der Außenwand für Aufmerksamkeit.
In Leipuig sorgt derzeit im neu eröffneten Skoda-Autohaus der Liebe-Gruppe ein riesiger LED-Bildschirm an der Außenwand für Aufmerksamkeit.
(Bild: Skoda/Jörg Singer)

Die Liebe-Gruppe von Skoda-Händlerverbandspräsident Thomas Peckruhn nutzt in ihrem vor Kurzem eröffneten Autohaus in Leipzig die Chancen der Digitalisierung in einer für das Fabrikat neuen Weise. Die so genannte Communication Wall, ein für die Außen-CI wesentliches optisches Element, das auf Neuheiten und Angebote der Marke aufmerksam macht, wird digitalisiert. Damit sinken Kosten für den Motivwechsel künftig deutlich.

Bislang war der zentrale Teil der Communication Wall ein so genanntes Mesh-Banner, also eine mit dem aktuellen Motiv bedruckte Folie, die in einen Rahmen gespannt wurde. Sollte ein anderes Modell oder eine Aktion beworben werden, musste das neue Motiv aufwendig gedruckt und angebracht werden. Diese Arbeiten entfallen nun für das Skoda-Haus in Leipzig, da das Banner dort durch einen 4,32 Meter breiten und 3,60 Meter hohen LED-Bildschirm ersetzt wird.

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Da diese Form der Darstellung zudem deutlich heller ist als das herkömmliche Banner, wirkt die LED-Wall noch in deutlich größerer Entfernung. Die Kosten für die Erstellung neuer Motivfolien entfallen ebenso wie für den Motivwechsel im Autohaus – und nicht zuletzt lassen sich über den Bildschirm auch Videos abspielen. Die Motive selbst könnten häufiger wechseln. Zudem birgt diese Technik die Chance, dass ein digitaler Inhalt zeitgleich an vielen Orten – den Skoda-Autohäusern – gezeigt wird, etwa zum Start einer Kampagne oder eines Modells.

Noch gehört das Autohaus Liebe in Leipzig zu den Pionieren dieser Technik, doch der Importeur will möglichst viele Handelspartner die Installation ermöglichen. Derzeit prüft man, ob sich die bestehenden Communication Walls mit den LED-Bildschirmen nachrüsten lassen.

Millioneninvest in Leipzig

Offiziell gestartet hat das Autohaus Liebe seine neue Außendarstellung am 2. November mit der feierlichen Eröffnung des Hauses. Am Festabend gratulierten Alain Favey, Vorstand für Vertrieb und Marketing von Skoda, und Deutschland-Chef Frank Jürgens zur Eröffnung des Betriebs und der digitalen Experimentierfreude.

Für Autohauschef Thomas Peckruhn ist der digitale Schritt nicht ungewöhnlich: Ein weiteres Projekt in seinem Unternehmen ist die Einführung digitaler Preisschilder. Sie werden künftig zentral bedient. Ein Vorteil: Über entsprechende Schnittstellen genügt ein Knopfdruck, und der Preis für ein Modell ist nicht nur im Showroom, sondern auch auf der Autohaus-Webseite sowie auf allen Börsen zeitgleich aktualisiert.

Zum Preis für die digitale Communication Wall äußerte sich Skoda nicht. Für Liebe in Leipzig dürfte es aber nicht der größte Brocken gewesen sein, investiert der reine Skoda-Händler in seinen achten Standort doch rund fünf Millionen Euro. Auf dem 13.000 Quadratmeter großen Grundstück entstand in Sichtweite zu den BMW- und Volkswagen-Niederlassungen ein zweigeschossiges Autohaus. Platz finden dort ein rund 800 Quadratmeter großer Skoda-Showroom und ein über 1.000 Quadratmeter großes Werkstattareal.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«