Autohaus Schmitz: Top-Neuwagenertrag durch digitales Prämienmanagement

Autor: Andreas Grimm

Die Neuwagen-Rendite ist nicht zuletzt abhängig von den Prämienzahlungen der Hersteller. Warum die im Autohaus Schmitz wie geschmiert fließen, hat die Jury des Digital Automotive Awards während eines Ortstermins bei Juniorchefin Vanessa Schmitz untersucht.

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Vanessa Schmitz vom gleichnamigen Autohaus in Ebernhahn wollte nicht länger mit einem zu geringen Prämienzufluss aus der Neuwagen-Verkaufstätigkeit leben und strickte eine Software.
Vanessa Schmitz vom gleichnamigen Autohaus in Ebernhahn wollte nicht länger mit einem zu geringen Prämienzufluss aus der Neuwagen-Verkaufstätigkeit leben und strickte eine Software.
(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Zunächst mit Seat, dann auch mit Skoda und Cupra ist das Autohaus Schmitz aus Ebernhahn in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. 1.500 Einheiten vermarktete der Familienbetrieb im Westerwaldkreis nahe Montabaur zuletzt. Doch trotz des Erfolgs war Juniorchefin Vanessa Schmitz unzufrieden mit der Entwicklung des Neuwagenertrags. Die typischen Skaleneffekte – mehr Ertrag durch mehr Einheiten bei annähernd gleichbleibenden Fixkosten – wollten nicht recht eintreten.

Die Fehleranalyse war frustrierend und erhellend zugleich: Im Dickicht der Prämienprogramme der Hersteller und der Verwaltung der Prämienforderungen passierten immer wieder Fehler, wurden Außenstände übersehen oder die Möglichkeiten der Prämierung für verkaufte Neuwagen nicht ausgeschöpft. Abhilfe zu schaffen war so einfach nicht möglich, weil weder die EDV-Systeme der Hersteller noch Programme freier Anbieter die Daten hätten verwalten und verarbeiten können, wie es Schmitz für erforderlich hielt.

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Die Lösung hieß Selbermachen. Beim Vor-Ort-Besuch der Jury des „Digital Automotive Awards 2020“ von »kfz-betrieb« präsentierte Vanessa Schmitz ihren Ansatz einer passgenauen Software. Mit den richtigen Mitstreitern strickte sie, damals noch im Studium, an einem Programm namens „Hallo Mia“. Es liefert tagesgenaue Übersichten und den Zugriff auf alle notwendigen oder gespeicherten Daten. Nebenbei entwickelte sich die Software-Idee zum Start-up. Hinter „Hallo Mia“ steht inzwischen die Management Innovation for Automotive GmbH, kurz MIA. Und die vermarktet die Software, die inzwischen weit mehr kann als nur Prämienforderungen zu verwalten, auch an andere Händler.

Preisverleihung am 28. September in Würzburg

Auf welchen Platz beim Digital Automotive Award es das Autohaus Schmitz geschafft hat, erfahren Sie am 28. September während der Preisverleihung im Rahmen der exklusiven Vorabendgala zu den „Digital Automotive Days“ in Würzburg. Melden Sie sich hier zur Preisverleihung auf dem Bürgerbräugelände in Würzburg an! Die Veranstaltung erfolgt unter der Maßgabe aktueller Hygienebedingungen.

»kfz-betrieb« verleiht den Digital Automotive Award in diesem Jahr zum ersten Mal. Im Rahmen des Wettbewerbs honoriert die Fachmedienmarke zusammen mit den Partnern Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK), Continental, Mobile.de und TÜV Nord Mobilität Anstrengungen von Autohäusern und Werkstätten rund um die Digitalisierung. Im Mittelpunkt stehen dabei Leuchtturmprojekte der Betriebe.

Die Bekanntgabe der Platzierungen beginnt um 19:00 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Mehr Informationen erhalten Sie im Internet unter www.digital-automotive-award.de.

Die Teilnahme an der Preisverleihung ist für Besucher der Digital Automotive Days am Folgetag kostenfrei (sonst 89 Euro). Melden Sie sich jetzt zu den Digital Automotive Days im Vogel Convention Center an!

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«