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Autohaus Seyfarth: Servicegeschäft mit klaren Vorfahrtsregeln

Autor: Jakob Schreiner

Ein Leitbild, das die Menschen im Unternehmen auf Kunden- und Mitarbeiterseite in den Fokus rückt, sowie unternehmerische Weitsicht mit stetigem Wachstum sind Gründe, warum der Gothaer VW-Händler zu den Top-Ten-Betrieben des Service Awards 2020 gehört.

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Das Unternehmerpaar Rainer und Marils Seyfarth (in der Mitte) mit ihrem Team.
Das Unternehmerpaar Rainer und Marils Seyfarth (in der Mitte) mit ihrem Team.
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Nach dem Mauerfall herrschte eine regelrechte Goldgräberstimmung auf dem ostdeutschen Automarkt. „West-Autos“ avancierten quasi über Nacht zum Objekt der Begierde, und die Autobauer machten sich auf gen Osten, um die nun geöffneten Märkte zu erschließen. An vorderster Front dabei war damals auch der Volkswagen-Konzern, der bereits 1990 mehrere Hundert Unternehmer mit Vorverträgen akquirierte.

Einer davon war Rainer Seyfarth, der seit 1978 eine Trabant-Werkstatt betrieb und sich in der ehemaligen DDR einen Namen in der Motorsportszene gemacht hatte. Seyfarth sicherte sich ein Grundstück am Gothaer Ortsrand und baute dort auf der grünen Wiese sein Autohaus auf, das 1992 bezugsfertig war. Auf den über 20.000 Quadratmetern konnte sich das Unternehmen entfalten und weiter wachsen. „Wir haben viel investiert und für die Zukunft gebaut“, erinnert sich der Unternehmer, der bis heute mit seiner Frau Marlis und Dirk Wojczyk die Geschicke des Betriebs lenkt.

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So hat sich die Ausstellungsfläche auf 700 Quadratmeter fast verdoppelt, die Stellplätze wurden auf 500 Stellplätze erweitert, und neben einer Nutzfahrzeugwerkstatt konnten auch der Prüfplatz und die Sozialräume vergrößert werden. 1999 entstand mit einem Skoda-Autohaus ein weiterer Standort am Gelände, der 2015 ebenfalls modernisiert und erweitert wurde.

Trotz des stetigen Wachstums auf über 80 Angestellte blieb das Unternehmen seinem Motto „Der Mensch hat Vorfahrt“ stets treu. „Das gilt nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für unsere Mitarbeiter“, betont Marlis Seyfarth.

Spannung bei der Preisverleihung in Würzburg

Wie sich dieses Credo konkret auf die Mitarbeiterführung und den Serviceprozess auswirkt, verraten wir erst am 23. November, wenn der Service Award 2020 verliehen wird. Fest steht aber schon heute, dass es das Autohaus Seyfarth unter die Top Ten im Rennen um Deutschlands wichtigsten herstellerneutralen Preis für das Werkstattgeschäft im Markenautohaus geschafft hat.

Zum dreistufigen Bewerbungsverfahren gehören eine Onlinequalifikation, eine umfangreiche Befragung sowie ein Jurybesuch durch die Redaktion von »kfz-betrieb« zusammen mit Vertretern der Sponsoren Loco-Soft und TÜV Nord. Die genaue Platzierung erfahren alle Bewerber erst bei der Preisverleihung.

Am Tag nach der Auszeichnung, dem 24. November 2020, finden die Autoservicetage statt. Das herstellerneutrale und markenübergreifende Forum für Servicemanagement nutzen Inhaber, Geschäftsführer und Serviceleiter aus Autohäusern sowie Experten und Dienstleister aus der Kfz-Branche, um über ihr Aftersales-Geschäft zu diskutieren. Das Schwerpunktthema 2020 ist die Elektromobilität.

Corona-bedingt finden die Autoservicetage erstmals ausschließlich online statt. Auf einer speziell programmierten Webplattform können Sie die Vorträge via Livestream am heimischen Bildschirm verfolgen und sich mittels Chatfunktion interaktiv in das Geschehen einbringen oder Livechat-Termine mit anderen Teilnehmern verabreden. Sponsoren und Aussteller können sich in einem digitalen Showroom präsentieren. Im Nachgang zu den Autoservicetagen bekommen alle Gäste die Vorträge nochmals auf einer Onlineplattform zur Verfügung gestellt. Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Event-Website.

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Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik