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Autohausgruppe König übernimmt FCA-Händler Avantos

| Autor: Andreas Grimm

Das Autohaus König baut sein noch junges Engagement für FCA-Marken aus. Künftig ist die Gruppe damit auch in Erfurt und Jena vertreten. Pro Jahr soll das dem Handelsunternehmen eine vierstellige Zahl an zusätzlichen Einheiten bringen.

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Das Autohaus König hat zwei neue Standorte in Erfurt und Jena.
Das Autohaus König hat zwei neue Standorte in Erfurt und Jena.
(Bild: Autohaus König)

Die Autohausgruppe Gotthard König intensiviert ihr noch junges Engagement für die Marken des FCA-Konzerns mit der Übernahme des Autohauses Avantos. Der Händler mit zwei Standorten in Jena und Erfurt gehört offiziell seit Juni zur König-Gruppe. Am vergangenen Samstag wurde der Betriebsübergang nun offiziell gefeiert.

Avantos Automobile handelte zuletzt mit Fiat und Abarth, Alfa Romeo und Jeep und Abarth (in Erfurt nur Letztere). Der Geschäftsführende Gesellschafter Mario Klein wird den König-Betrieben in Erfurt nun künftig als Filialleiter vorstehen. Auch alle 28 Mitarbeiter von Avantos werden in die König-Gruppe übernommen. Weiterlaufen wird auch die Werkstatt-Spezialisierung auf Jeep-Umbauten in Erfurt. Damit hatte sich Avantos nach Aussage von Klein „in der Offroad-Szene einen sehr guten Namen gemacht“.

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Der bisherige Avantos-Standort in Jena hat eine Betriebsfläche von 4.500 Quadratmetern, die Schauräume für Fiat/Abarth und Jeep kommen zusammen auf 500 Quadratmeter. Hier will die König-Gruppe künftig im Jahr 500 Einheiten inklusive der Gebrauchtwagen vermarkten. In Erfurt dagegen wachsen der alte und der neue König-Betrieb gewissermaßen zusammen. Direkt nebeneinander gelegen, wird der bisherige Renault-Dacia-FCA-Standort von König um die Alfa-Jeep-Aktivitäten von Avantos quasi ergänzt. In der Landeshauptstadt will die Autohausgruppe an dem 10.000 Quadratmeter großen Standort künftig 1.000 Fahrzeuge der FCA-Marken verkaufen.

Die König-Gruppe übernimmt mit den beiden Betrieben gesunde Häuser, berichtet Sprecher Dirk Schumacher auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Die Betriebe entsprechen den CI-Vorgaben der Marken, größere Baumaßnahmen seien nicht notwendig. Zur Höhe des Kaufpreises konnte er keine Angaben machen.

König expandiert weiter

Mit dem Zuwachs um zwei Betriebe stärkt die König-Gruppe, die inzwischen an rund 50 Standorten in sieben Bundesländern aktiv ist (inklusive der Vespa-Standorte), ihre Präsenz in Thüringen. Sowohl in Erfurt als auch in Jena war die Mehrmarken-Autohausgruppe bislang bereits als Renault- und Dacia-Händler aktiv. In Thüringen vertritt der große Autohändler daneben auch in Kahla und Weimar/Nohra die Franzosen.

In Greiz sind bereits Fiat und Jeep im Angebot. Ein weiterer Standort in Gera befindet sich in Planung und soll „dieses Jahr noch an Netz gehen“, kündigte Dirk Steeger, Geschäftsführer der Autohaus Gotthard König GmbH, in einer Pressemitteilung zur Avantos-Übernahme an. Generell fügt sich die Avantos-Übernahme ein in eine Entwicklung, dass die Autohausgruppe idealerweise in ihren Marktgebieten Vertriebsverantwortung für Renault-Dacia- und die FCA-Marken hat. „Das geht aber wegen bestehender Händlerverträge natürlich nicht überall“, so Schumacher weiter.

Die Autohaus Gotthard König GmbH ist derzeit der größte Renault-Vertragshändler und Dacia-Partner in Deutschland. Seit 2016 ist die Gruppe zudem offizieller Vertragshändler für die Marken Jeep und Fiat und seit Anfang 2017 auch für Alfa Romeo. Das Unternehmen hat an seinen Standorten nach eigenen Angaben mittlerweile gut 1.100 Angestellte.

In den vergangenen Jahren machte König durch Online-Vertriebsaktionen – unter anderem mit Media Markt und Lidl – auf sich aufmerksam und entwickelt sich als Anbieter für Mobilitätslösungen. Vor Kurzem eröffnete König seinen ersten Betrieb in Hamburg: einen großen Vespa-Store.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«