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Autoindustrie bereitet sich auf Corona-Folgen vor

| Autor / Redakteur: dpa/gr / Andreas Grimm

Die Corona-Epidemie wirbelt die Autobranche durcheinander, die Prognosen für das laufende Jahr werden Makulatur. Nun erwägt Fiat Chrysler drastische Schritte für seine Fabriken in Italien.

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Folgen der Pandemie des Corona-Virus treffen immer stärker auch die Automobilbranche. Nicht nur, dass die Autobauer selbst über Maßnahmen wie vorübergehende Werkschließungen nachdenken, auch bei den Zulieferern schwindet die Zuversicht.

Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus und der drastischen Maßnahmen, die Italiens Regierung zu dessen Eindämmung verhängt hat, erwägt der Autobauer Fiat Chrysler nunmehr Werksschließungen in Italien. Es würden, wo notwendig, Werke in Italien vorübergehend geschlossen, teilte der Autokonzern am Mittwoch in London mit. Zudem werde generell die Produktion heruntergefahren, um durch die geringere Schlagzahl den räumlichen Abstand der Mitarbeiter in den Fabriken erhöhen zu können.

Der Zulieferer und Bremsenspezialst Knorr-Bremse erwartet wegen des Virus für das erste Halbjahr negative Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis. Die Gesamterlöse sollen im laufenden Jahr auf 6,5 bis 6,9 Milliarden Euro sinken. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 6,94 Milliarden Euro umgesetzt. Die Prognose für 2020 steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Auswirkungen des Coronavirus begrenzt bleiben, das China-Geschäft sich erholt und die globale Lieferkette stabil bleibt.

Der Spezialchemie-Hersteller Lanxess geht unter anderem wegen des Virus ebenfalls vorsichtig ins neue Jahr und erwartet einen sinkenden operativen Gewinn. Dabei dürfte die Schwäche der Autobranche eine Rolle spielen. Anfang 2020 war der Pkw-Absatz im wichtigen chinesischen Markt wegen der Coronavirus-Krise eingebrochen. Eine schwache Autokonjunktur bekommt vor allem die Sparte Engineering Materials zu spüren, die auch Spezial-Kunststoffe anbietet.

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