Autoindustrie erwartet Abwärtstrend bei Produktion

VDA-Ausblick auf 2017 fällt gemischt aus

| Autor: Dominik Faust

Opel-Werk in Eisenach
Opel-Werk in Eisenach (Bild: Rehberg)

Für das Jahr 2017 erwartet der Verband der Automobilindustrie (VDA) einen Rückgang der Produktion in Deutschland. Als Gründe nennt er zum einen reduzierte Exporterwartungen, die vor allem auf eine schwächere Marktentwicklung in Großbritannien zurückzuführen seien. Hinzu kämen Modellumstellungen, bei denen zunächst mit niedrigeren Stückzahlen kalkuliert würde. Dessen ungeachtet erwartet der VDA für 2017, dass die Investitionen sowie die Zahl der Beschäftigten auf dem Niveau von 2016 bleiben.

„Die Automobilindustrie befindet sich in einem digitalen Transformationsprozess mit zweistelligen Milliardeninvestitionen“, heißt es in einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). So investiere die deutsche Autobranche bis zum Jahr 2020 über 40 Milliarden Euro in alternative Antriebe. Weitere 16 bis 18 Milliarden Euro würden in den nächsten drei bis vier Jahren in die Digitalisierung gesteckt. Dies sei nach der Elektromobilität der zweite große Innovationstrend.

In den vergangenen Jahren gab es in der Automobilindustrie einen kräftigen Anstieg der Beschäftigten. Nach Angaben des VDA wird sich das 2017 nicht im gleichen Umfang wiederholen. Vor dem Hintergrund der tendenziell rückläufigen Produktionsentwicklung erwartet der Verband daher eher eine stabile Beschäftigung.

Trotz des Brexit-Votums, des anstehenden Regierungswechsels in Italien und des noch unklaren wirtschaftspolitischen Kurses des künftigen US-Präsidenten Donald Trump sieht der VDA die aktuelle Stimmung angesichts der lebhaften Automobilkonjunktur im Euro-Raum als nicht schlechter an als vor einem Jahr. Die konjunkturellen Risiken seien angesichts der angesprochenen Punkte jedoch eher größer geworden.

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