Corona-Prävention Autoindustrie sieht sich als Vorreiter bei Corona-Tests

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

Die meisten Unternehmen in der Autoindustrie bieten ihren Mitarbeitern Corona-Tests an oder haben es vor. Zu diesem Ergebnis kommt der Branchenverband VDA.

Die Autoindustrie testet offenbar, was das Zeug hält.
Die Autoindustrie testet offenbar, was das Zeug hält.
(Bild: Mercedes-Benz)

Die Autoindustrie sieht sich als Vorreiter bei Corona-Tests für Beschäftigte. 75 Prozent der Unternehmen in der Branche bieten Schnell- oder Selbsttests für ihre Mitarbeiter an, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch (7. April) unter Berufung auf eine Abfrage bei seinen Mitgliedern mitteilte. Weitere 22 Prozent planten dies unmittelbar zu tun. Dies zeige, dass die Selbstverpflichtung der Industrie wirke, erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Der Anteil in der Automobilindustrie liege über den bereits hohen Werten der gesamten Industrie.

Die Wirtschaft lehnt gesetzliche Auflagen ab. Die Bundesregierung hat noch nicht darüber entschieden. Das Arbeits- sowie das Wirtschaftsministerium wollen die Ergebnisse eigener Erhebungen abwarten, wie Sprecher der Ressorts am Mittwoch in Berlin deutlich machten. Wie aus einem Bericht der Spitzenverbände der Wirtschaft hervorgegangen war, testen derzeit zwischen 80 und 90 Prozent der Firmen in Deutschland oder bereiten den Teststart unmittelbar vor

Autoverband befürchtet mehr Bürokratie

Die Frage der Tests in Unternehmen sowie Forderungen aus der Politik nach mehr Homeoffice dürften eine wesentliche Rolle spielen bei Beratungen von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Donnerstag (8. April) mit Vertretern von mehr als 40 Wirtschaftsverbänden.

„Staatliche Auflagen führen nicht zu mehr Tests, sondern nur zu mehr Bürokratie, dies zeigt sich in den Bundesländern, die eine Verpflichtung eingeführt haben“, so VDA-Präsidentin Müller. „Die Unternehmen sind gut organisiert und kriegen das hin. Mehr Bürokratie würde den Erfolg dagegen gefährden.“ Viele Unternehmen beklagten allerdings Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Tests.

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