Studie Autokäufer kommen viermal ins Autohaus

Autor Andreas Wehner

Wer ein Auto anschaffen will, hat großen Informationsbedarf. Den stillen viele Interessenten vor Ort im klassischen Autohandel. Besonders häufig besucht eine Zielgruppe die Schauräume der Händler, von der es nicht ohne Weiteres zu erwarten wäre.

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Junge Käufer zieht es im Prozess des Autokaufs laut Studie besonders häufig in die Händlerschauräume.
Junge Käufer zieht es im Prozess des Autokaufs laut Studie besonders häufig in die Händlerschauräume.
(Bild: Promotor/T. Volz)

Autokäufer in Deutschland besuchen im Lauf des Kaufprozesses im Durchschnitt rund viermal ein Autohaus. In den Betrieb, bei dem sie letztlich ihr Fahrzeug auch kaufen, kommen sie zweimal. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Puls unter 1.000 Autokäufern hervor.

Interessant ist dabei: Bei Autokäufern unter 30 Jahren ist dieser Wert mit durchschnittlich 4,6 Besuchen ein ganzes Stück höher als bei den älteren. Das widerlege die oft gehörte These, dass gerade jüngere Menschen schon gut informiert in die Betriebe kommen und genau wüssten was sie wollten, schreiben die Studienmacher.

Zu den Gründen für den Besuch im Autohaus zählt vor allem das Interesse an Informationen sowie die Vorstellung und Erklärung der Fahrzeuge. 74 Prozent der Befragten machen sich deswegen auf den Weg zum Händler. 63 Prozent kommen wegen einer Probefahrt.

Berater präsentieren kaum innovative Ausstattung

Wiederum 65 Prozent davon gaben an, dass der Händler oder Verkäufer bei der Probefahrt auf ihre Fragen und Bedürfnisse eingegangen ist. 64 Prozent werteten die Probefahrt im Nachgang alles in allem als ein Erlebnis, und bei 62 Prozent stärkte die Probefahrt die Kaufabsicht. Andererseits gab mit 52 Prozent nur etwas mehr als die Hälfte an, dass ihnen bei der Probefahrt auch innovative Ausstattungen gezeigt wurden.

„Diese Ergebnisse zeigen, dass stationäre Autohändler gerade bei der Anschaffung moderner Autos unverzichtbar sind“, so Puls-Chef Konrad Wessner. Vor allem der letzte Punkte zeige, dass auf Basis strukturierter Bedarfsanalysen am Erlebnischarakter von Probefahrten gearbeitet werden sollte.

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