Automechanika mit Rekordbeteiligung

Autor / Redakteur: dpa/jr / Jens Rehberg

Am Dienstag hat die diesjährige Automechanika in Frankfurt mit neuer Rekordbeteiligung der Aussteller ihre Pforten geöffnet.

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(Foto: Rehberg)

Was sich bereits im Vorfeld angedeutet hatte, ist zum Messestart offiziell: Die Frankfurter Automechanika verbucht einen neuen Ausstellerrekord. Bis zum kommenden Samstag präsentieren 4.631 Firmen aus 71 Ländern auf der Automechanika dem Fachpublikum neueste Produkte rund ums Auto. „Die Automechanika ist eine feste Institution auf 305.000 Quadratmetern – das sind mehr als 53 Fußballfelder. Wir sind ausgebucht“, sagte Messe-Geschäftsführer Detlef Braun während der Eröffnungsfeier.

Schwerpunkte der 23. Frankfurter Automechanika sind neben Werkstattausrüstung, Teilen, Zubehör, Tuning und Elektronik in diesem Jahr unter anderem die alternativen Antriebe sowie die Aus- und Weiterbildung. Hinzu kommt ein großer Nutzfahrzeugbereich mit allein rund 1.000 Anbietern. „Die Automobilwirtschaft besteht nicht nur aus den Herstellern. Das zeigt diese Ausstellung“, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in seiner Eröffnungsrede.

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Während sich für den Neuwagenverkauf in Deutschland ein stabiles Jahr abzeichnet, bremst der schwache Gebrauchtwagenmarkt derzeit das Geschäft der Autohäuser. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe erwartet daher nach Angaben seines Verbandspräsidenten Jürgen Karpinksi zusammen mit dem Service- und Neuwagengeschäft einen nur leicht gestiegenen Umsatz von 140 Milliarden Euro – nach 138,5 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Die allgemeine Konsumfreude sei beim Kfz-Gewerbe nicht angekommen.

Gut laufe das Geschäft hingegen im Markt für Autoteile und Zubehör. „Die zunehmende Modellvielfalt und komplexere Technologien sorgen für mehr Marktteilnehmer und eine steigende Zahl von Ersatzteilen“, sagte Braun. Hinter der Automechanika Frankfurt stehe ein weltweiter Netto-Umsatz der inländischen Teile- und Zubehör-Hersteller von 101 Milliarden Euro im Jahr 2013. In diesem Jahr deute sich ein Wachstum zwischen 3 und 4 Prozent an.

Im Anschluss an den offiziellen Startschuss zur diesjährigen Automechanika kürte die Messe die Preisträger des Innovation Awards 2014. „Innovation ist die Grundlage für Fortschritt und Wohlstand“, hatte der hessische Ministerpräsident zuvor gesagt. Die Themen Forschung und Ausbildung seien deshalb – besonders für den Wirtschaftsstandort Deutschland – von herausragender Bedeutung. Der CDU-Landeschef lobte die Messe Frankfurt ausdrücklich für die Maßnahme, das Thema Aus- und Weiterbildung in den Fokus der diesjährigen Automechanika zu nehmen. Auch das Kfz-Gewerbe würdigte er in diesem Zusammenhang in seiner Funktion als größter Ausbilder im deutschen Handwerk.

Bouffier beklagte aber auch fehlende geeignete Bewerber um so manchen Ausbildungsplatz im Kfz-Gewerbe. „Das wird nicht gutgehen“, mahnte der Politiker und kritisierte indirekt eine zu hohe Studierendenquote hierzulande. „Erfolgreich ausgebildete Fachkräfte sind der Schlüssel zum Erfolg“, so Bouffier.

Die Produkt-Highlights der Innovation-Award-Preisträger und weitere spannende Einreichungen aus den sieben Kategorien können in Frankfurt im Foyer der Halle 4.1 besichtigt werden.

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