Automechanika 2022 Messe überzeugt die Besucher mit Livekontakten

Von Andreas Grimm

Nach der Corona-Zwangspause scheint der Neustart der Automechanika gelungen zu sein. Die 78.000 Besucher äußerten sich fast ausschließlich zufrieden über die Messe mit ihren vielen zukunftsgerichteten Themen.

Die Werkstattmesse Automechanika hat zu ihrer Erstauflage nach den Corona-Beschränkungen 78.000 Besucher angelockt.
Die Werkstattmesse Automechanika hat zu ihrer Erstauflage nach den Corona-Beschränkungen 78.000 Besucher angelockt.
(Bild: Messe Frankfurt/Petra Welzel)

Die Werkstatt- und Aftermarket-Messe Automechanika ist am Samstag mit einem positiven Ergebnis zu Ende gegangen. Einen „starken Auftritt“ konstatierte die Messe Frankfurt in einer ersten Rückschau auf die fünf Messetage seit Dienstag, 14. September. „Der internationale Automotive Aftermarket ist zurück in Frankfurt“, bilanzierte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Mehr noch: Die Automechanika sei die bestbesuchte Veranstaltung in Frankfurt seit dem Neustart des Messelebens nach Corona gewesen.

Automechanika 2022: Live und und Farbe
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Die Messegesellschaft zählte 78.000 Besucher aus 175 Ländern auf dem Messegelände. Sie konnten sich über die Neuheiten und Produkte von 2.804 Ausstellern aus 70 Ländern informieren. Der Zuspruch für das Messeformat im ersten Jahr nach der Akutphase der Corona-Pandemie stimmt Braun optimistisch: „Messen sind durch nichts zu ersetzen.“

Das scheinen auch die Besucher so zu sehen: 92 Prozent äußerten sich zufrieden über die Messe. Die diesjährigen Schwerpunktthemen stießen auf Resonanz: die zunehmende Digitalisierung, Remanufacturing, alternative Antriebe und Elektromobilität. Erstmals gab es zudem ein Angebot von mehr als 350 Events, darunter auch Vorträge neuer Marktteilnehmer und kostenlose Workshops für Kfz-Profis.

Auffällig sei gewesen, dass viele junge Besucher auf die Messe kamen, um sich über die Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten im Automotive Aftermarket zu informieren, heißt es von der Messe. „In Zeiten des Fachkräftemangels war der Kontakt zu potenziellen Auszubildenden in der Galleria besonders wichtig und beliebt“, ergänzte Peter Börner, Präsident des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik.

Für den Bundesinnungsmeister und Vizepräsidenten des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Detlef Peter Grün, war die Automechanika eine gute Bühne, um eine technologieoffene Mobilität zu fordern, die auch in der Zukunft noch individuell möglich sein wird. „Die Podiumsdiskussion ‚Alles außer fossil‘ sollte der Politik aufzeigen, dass es viele Möglichkeiten der individuellen Mobilität gibt“, sagte Grün.

Die letzte Automechanika vor der Corona-Pandemie hatte im Herbst 2018 stattgefunden – und war mit Rekorden zu Ende gegangen. Damals hatten noch 136.000 Fachbesucher den Weg nach Frankfurt gefunden. Im Jahr 2020 wurde die Messe wegen der Pandemie abgesagt, um 2021 dann erstmals in hybrider Form stattzufinden.

An drei Tagen konnten sich die Aussteller im Netz und auch in den Messehallen präsentieren. 388 Aussteller hatten sich an der Sonderausgabe der Automechanika Frankfurt „digital plus“ beteiligt, die immerhin 10.000 Fachbesucher erreichte. Mit der Resonanz war die Messegesellschaft damals zufrieden – und freute sich „auf die Rückkehr des Messefeelings“.

Dass die Besucherzahl hinter den Rekordwerten von 2018 zurückblieb, scheint die Aussteller nicht weiter zu stören, denn „dafür waren die Gespräche und Kontakte sehr intensiv und vielversprechend“, heißt es etwa im Messerückblick der Bilstein Group. Entscheidend sei gewesen, mit der Messeteilnahme „einen Ausgleich zu den rein digitalen Gesprächen mit unseren Partnern während der Coronazeit zu schaffen“, blickt Marketingleiter Thomas Mayer zurück.

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