Automechanika: Zoll beschlagnahmt 416 Teile

Autor: Jens Rehberg

In diesem Jahr haben Zöllner auf der Automechanika von einigen Standbetreibern Sicherheitsleistungen in sechsstelliger Gesamthöhe kassiert.

Firmen zum Thema

Kampf den Kopien: Der Zoll schaut auch unter dem Tresen nach.
Kampf den Kopien: Der Zoll schaut auch unter dem Tresen nach.
(Foto: Archiv)

Der Deutsche Zoll hat auf der gerade zu Ende gegangenen Frankfurter Automechanika 416 mutmaßlich gefälschte Autoteile aus dem Verkehr gezogen. Zumeist stellten die Beamten Öl- und Luftfilter, Scheibenwischerteile und Scheinwerfer aus China sicher. Aber auch Ware aus Taiwan, der Türkei, aus Indien, aus Malaysia und aus Brasilien war betroffen, wie das Hauptzollamt Darmstadt am Montag mitteilte. „Wir wurden an 89 Ständen fündig“, sagte eine Sprecherin der Behörde. Zudem waren schon vor Messebeginn wegen Verstößen gegen das Markenrecht 37 Plagiate beschlagnahmt worden, auf die Markenhersteller Patente oder Musterschutz angemeldet hatten.

Bildergalerie

Insgesamt kassierte der Zoll während seiner Tour durch die Messehallen von Standbetreibern für zu erwartende Strafen und Gerichtskosten rund 117.000 Euro an Sicherheitsleistungen. Ein Standinhaber, der die von der Staatsanwaltschaft Frankfurt festgesetzte Sicherheitsleistung in Höhe von 5.000 Euro zunächst nicht zahlte, wurde bis zur Entrichtung der Summe den Angaben zufolge vorläufig festgenommen.

In drei Gruppen aufgeteilt waren Vertreter von 30 Firmen und über 50 Zöllner vier Tage lang auf der internationalen Leitmesse für die Kfz-Branche unterwegs gewesen. Die sichergestellten Artikel – darunter auch 6.344 digitale Kataloge und Papierkataloge mit abgebildeten mutmaßlichen Fälschungen sowie 335 abgehängte Plakate – werden jetzt vernichtet.

(ID:42963855)

Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Teamlead Newsdesk / Content Pool