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Automesse L.A.: Amerikanische Party

| Autor / Redakteur: Wolfgang Gomoll / Jens Rehberg

Bei der Los Angeles Auto Show klotzen die heimischen Autobauer mit einer SUV-Parade. Aber auch Porsche, Mini und Mercedes setzen Glanzpunkte.

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(Foto: press-inform)

Irgendwie ist das Selbstbewusstsein der Amerikaner schon beneidenswert. Im Januar läutet die Detroit Auto Show das Automobiljahr ein und knapp elf Monate später trommeln die US-Hersteller bei der Messe in Los Angeles, was das Zeug hält. Gut, das gehört ja auch irgendwie dazu. Schließlich findet zeitgleich am anderen Ende des Pazifiks die Tokio Motorshow statt. Um nicht ganz im Schatten der japanischen Veranstaltung zu stehen, hauen GM, Ford Chrysler und Konsorten auch einen raus.

Chrysler rollt nicht weniger als 13 Premieren in das Convention Center. Für den Heimatmarkt sind natürlich die beiden Pickup-Trucks Colorado und Silverado am wichtigsten. Aber auch diejenigen, welche etwas flacher über die Straße heizen, dürfen sich über die Cabrio-Version der Corvette Stingray und den knackigen Camaro Z28 freuen. Die beiden Ami-Sportler dürften bei uns nur ein Nischendasein führen. Der Chevrolet Cruze Clean Diesel soll den Amerikanern die Vorzüge eines modernen Selbstzünders nahe bringen.

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Fords seriennahe Studie „Edge“ lässt schon mehr als erahnen, wie das neue SUV, das demnächst nach Europa kommt, aussehen könnte. Optisch können sich der X5, der VW Touareg und die M-Klasse auf einen Konkurrenten einstellen, der alles andere als nur altbackenen Ami-Charme verströmt. Vor allem der Innenraum hat an Wertigkeit und technologischer Modernität zugelegt.

Der neue Cadillac Escalade setzt dagegen genau auf die monströse „Platz-da-jetzt-komme-ich“-Attitüde eines echten Straßenkreuzers des alten Schlages. Moderner sind bei dem Nobel-SUV dagegen die Assistenz-Systeme, die sich endlich europäischem Niveau anpassen. LED-Licht sorgt für eine bessere Sicht. Bei aller Wohlfühlatmosphäre hilft ein radargestützter Notbremsassistent, im Falle des Falles das Schlimmste zu verhindern. Dazu gibt es einen adaptiven Tempomaten, bei den besser ausgestatteten Varianten einen Spurwechselwarner und einen Toter-Winkel-Assistenten serienmäßig.

Auch die anderen GM-Marken lassen sich, was die Größe ihrer neuen Arbeitstiere angeht, nicht lumpen und spielen in einer ähnlichen Liga wie der Cadillac. Angefangen vom Chevrolet Suburban bis hin zum Yukon XL von GMC. Dagegen kommen der GMC Yukon und der Technik-Bruder GM Tahoe mit einer Länge von 5,18 Metern und einem Leergewicht von 2,5 Tonnen fast schon schmächtig daher. Nur zum Vergleich: Das ist immer noch länger als der aktuelle Audi Q7. Auf sportliche Werte setzt dagegen der Porsche Macan. Das Zuffenhausener Mittelklasse-SUV ist auf Fahraktivität abgestimmt.

Was machen eigentlich die Koreaner? Kia bringt seine Flaggschiff-Limousine K900, die schon knapp ein Jahr in Korea verkauft wird, endlich nach Amerika. Mindestens genauso viel Aufsehen dürfte der Kia Soul erregen. Der neue Zauberwürfel kommt im nächsten Jahr auch zu uns. Jaguar komplettiert mit dem Coupé das F-Type-Portfolio. Das Spitzenmodell wird 550 PS leisten und damit 55 mehr als die Top-Version des Cabrios zu bieten hat. Deswegen haben die Techniker auch die Karosserie versteift und eine aktive Hinterachsdifferentialsperre mit Torque-Vectoring-Bremseingriffen installiert.

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