Automobilbarometer 2020: Persönliche Mobilität

Autor / Redakteur: Silvia Lulei / Joachim von Maltzan

Das eigene Auto bleibt (noch) nicht auf der Strecke. Das ist die Quintessenz einer kürzlich veröffentlichten Konsumentenbefragung, die im Auftrag von Consors Finanz wichtige Absatzmärkte weltweit betrachtet.

(Bild: Automobilbarometer 2020)

Gerade jetzt, in Zeiten von Corona, vermittelt ein eigenes Auto das Gefühl von Sicherheit und wird dafür geschätzt. Noch wenige Monate zuvor musste das Automobil hart um seinen Platz kämpfen: So zeigt das „Automobilbarometer 2020“ von Consors Finanz unter anderem an, dass sich 45 Prozent der Deutschen und 55 Prozent der Europäer vorstellen können, kein Auto zu besitzen oder es komplett aufzugeben. Insbesondere für 61 Prozent der jungen Menschen (18- bis 34-Jährige) und für 66 Prozent der Städter ist das eine Option. Für die Consors-Finanz-Studie wurden im September letzten Jahres 10.000 Personen in 15 Ländern befragt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse allerdings erst jetzt – und sie müssen neu eingeordnet werden.

Verunsicherte Konsumenten prägen den Markt

Bernd Brauer, Head of Automotive Financial Services bei Consors Finanz, bestätigt zwar, dass das eigene Auto in der Coronakrise wieder attraktiver geworden ist, doch die Verunsicherung unter den Konsumenten ist derzeit groß, auch was die eigene finanzielle Situation angeht: „Die Neuanschaffung eines Autos wird erst einmal zurückgestellt, beziehungsweise der Trend geht bei einer notwendigen Anschaffung hin zu kleineren Autos und zum Gebrauchtwagen.“ Wer weniger Geld zur Verfügung hat, wird sich eher für günstigere Fahrzeuge entscheiden. Gleichzeitig ist die grundsätzliche Bereitschaft in der Gesellschaft, mehr für die Umwelt zu tun, ungebrochen.