Restwerte in der Oberklasse Automobiler Luxus ist krisenfest

Autor: Silvia Lulei

So manches Luxusauto der Oberklasse ist gebraucht für weniger als die Hälfte des einstigen Neupreises zu haben. Das ist bezeichnend für diese Fahrzeugklasse. Dennoch hält Schwacke-Geschäftsführer Thorsten Barg Porsche Panamera und Co. für eine krisenfeste Investition.

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Der Porsche Panamera ist das wertstabilste Auto in der Oberklasse.
Der Porsche Panamera ist das wertstabilste Auto in der Oberklasse.
(Bild: Porsche)

Die Oberklasse ist eines der kleinsten Fahrzeugsegmente in Deutschland: Weniger als 5.000 Fahrzeuge wechseln pro Monat den Besitzer. Damit ist dieses Segment nicht nur klein, sondern auch exklusiv. Und genau das macht den Reiz der automobilen Oberklasse aus. Man trifft nicht an jeder Ecke ein vergleichbares Modell; noch dazu sind die Preise für ein drei Jahres altes Modell mit 60.000 Kilometern auf dem Tacho relativ erschwinglich.

Nach drei Jahren sind viele Oberklasse-Modelle weniger als die Hälfte wert.
Nach drei Jahren sind viele Oberklasse-Modelle weniger als die Hälfte wert.
(Bild: Schwacke)

Das liegt an dem hohen Wertverlust von Audi A8 und Co. Denn nach den besagten drei Jahren nach Erstzulassung bekommt man für ein Oberklasse-Fahrzeug im Schnitt nur noch 48 Prozent des einstigen Listenpreises. Das treibt den Autokäufern Tränen in die Augen – den Neuwagenkäufern vor Frust und Ärger, den Gebrauchtwagenkäufern vor Freude.

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Die Analysten von Schwacke haben sich die wertstabilsten Oberklasse-Modelle genauer angesehen. Deutlich an der Spitze liegen der Porsche Panamera mit einem Restwert von 54,1 Prozent und die Mercedes S-Klasse mit 51,5 Prozent. Der Lexus LS liegt mit 49,3 Prozent auch noch über dem Durchschnittswert. Doch sowohl Audi A8 als auch BMW 7er büßen mit Restwerten von 42,8 und 41,6 Prozent enorm viel ein. Schwacke-Geschäftsführer Thorsten Barg relativiert: „Die absoluten Wertverluste sind angesichts hoher Listenpreise natürlich enorm. Aber Luxus erweist sich immer auch als krisenfest, wie momentan gut zu beobachten ist.“

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Fachredakteurin Kfz-Gewerbe, Vogel Communications Group