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Autoproduktion bricht im zweiten Halbjahr ein

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Die deutsche Schlüsselindustrie, der Automobilbau, hatte zuletzt deutliche Probleme. Im zweiten Halbjahr ist die Produktion wesentlich stärker gefallen als im gesamten verarbeitenden Gewerbe.

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(Bild: BMW)

Die Automobilproduktion in Deutschland ist im zweiten Halbjahr 2018 überproportional gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Automobilmesse Techno Classica Essen mitteilte, sank der Ausstoß der Automobilbauer um 7,1 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018. In den Werten sind kalender- und Saisoneffekte bereits berücksichtigt. Generell hatte sich die Industriekonjunktur im zweiten Halbjahr abgekühlt (-2,0 %). Zu möglichen Ursachen wie die WLTP-Probleme äußerten sich die Statistiker nicht.

Dieser allgemeine Rückgang ist allerdings durch die fallende Autoproduktion mit ausgelöst, schließlich ist die Automobilindustrie ist Deutschlands wichtigster Industriezweig: Ohne Berücksichtigung des Automobilsektors hätte der Produktionsrückgang im Verarbeitenden Gewerbe nur bei 0,9 Prozent gelegen. Unter anderem die Stahl- und Leichtmetall-Industrie sowie die Zulieferer sind von der Entwicklung im Automobilbau direkt betroffen.

Insgesamt erbringen die rund 880.000 Erwerbstätigen in der Automobilindustrie eine wirtschaftliche Gesamtleistung von annähernd 140 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil von 4,7 Prozent an der Bruttowertschöpfung in Deutschland. Auch hier wiederum gilt, dass die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Automobilindustrie noch höher ist, da viele andere Bereiche von diesem Wirtschaftszweig abhängen. Laut dem Destatis sind etwa 1,75 Millionen Erwerbstätige in Deutschland, also rund 4 Prozent der Erwerbstätigen, mit der Automobilbranche verbunden.

Übrigens fiel der Start ins Jahr 2019 für die Automobilindustrie durchwachsen aus: So lag die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen im Januar 2019 kalender- und saisonbereinigt um 4,3 Prozent niedriger als im Dezember 2018, im Februar 2019 war sie dann um 1,9 Prozent gegenüber Januar 2019 gestiegen.

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