Autoservicetage 2016: Digital ist nicht egal

Autor: Jan Rosenow

Umsatz erhöhen, Kosten senken – so einfach lässt sich unternehmerischer Erfolg auf eine Formel bringen. Wie digitale Prozesse dabei helfen, zeigten die Vorträge auf den Autoservicetagen.

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Blick in die Zukunft: Gerald Sailer von Bosch erklärte, wie die Augmented Reality den Service (schon bald) verändern wird.
Blick in die Zukunft: Gerald Sailer von Bosch erklärte, wie die Augmented Reality den Service (schon bald) verändern wird.
(Bild: Stefan Bausewein)

Sind die deutschen Kfz-Betriebe perfekt auf die Digitalisierung vorbereitet? Dazu gehört mehr als eine Webseite im Responsive Design. Digitale Prozesse in der Terminplanung, bei der Direktannahme und in der Schadensabwicklung sollten heute ebenso selbstverständlich sein wie das Prinzip, E-Mails noch am gleichen Tag zu beantworten. Und eine schlüssige Strategie im Umgang mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram tut ebenfalls not.

Wer noch nicht soweit ist, konnte sich auf den mittlerweile dritten Autoservicetagen, die am 29. und 30. November in Würzburg stattfanden, wertvolle Praxistipps holen. Das Forum für markenübergreifendes Servicemanagement im Autohaus legte den Fokus bei seiner 2016er-Ausgabe auf die Digitalisierung im Service.

Autoservicetage 2016: Digitale Umsatzchancen
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Highlight der Autoservicetage war ein hochkarätiges Vortragsprogramm: So erklärte René Bernard Tchamendje von PSA das vielversprechende neue Werkstattkonzept Euro Repar, und Jens Nietzschmann von der DAT verriet, wie man aus digitalen Interessenten echte Kunden macht. Besonders interessant waren die Best-Practice-Beiträge aus der Autohauswelt: Hier stach der temperamentvolle Vortrag von Matthias Naumann heraus, der das Zubehörgeschäft im Audi-Zentrum Dresden vorstellte.

Direktannahme der Zukunft schon heute umgesetzt

Aus den Ausführungen von Bernhard Wasner, Geschäftsführer beim Mercedes-Benz-Händler Paul in Passau, ließen sich wertvolle Erkenntnisse über die Direktannahme der Zukunft gewinnen. Beispielsweise hat Paul einen „Digital Vehicle Scan“ umgesetzt, der bei jedem Fahrzeug mit hochauflösenden Kameras den Istzustand dokumentiert – und künftig vielleicht auch Schäden erkennen kann.

Und Lars Buchholz vom BMW-Autohaus Euler erklärte, wie sich Streuverluste beim Servicemarketing vermeiden lassen. Ein Vortrag von Henrik Lange über den digitalen Schadensprozess bei Control Expert schloss das Fachprogramm ab.

Angesichts dieser Fülle an Fachinformationen musste man sich wundern, dass das Vogel Convention Center nicht wegen der Vielzahl an Besuchern aus allen Nähten platzte. Aber wer da war, genoss einen äußerst informativen Tag mit vielfältigen Anregungen und Gesprächen, und alle anderen bekommen 2017 eine neue Chance zur Teilnahme.

Einen Beitrag zum Thema „Digitalisierung im Autohaus“ mit den wichtigsten Aussagen von den Autoservicetagen lesen Sie in »kfz-betrieb« 51-51/2016. Die Ausgabe erscheint am 23. Dezember 2016.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group