Autoteile-Diebe verursachen immer höheren Schaden

Autor / Redakteur: sp-x / Yvonne Simon

Airbags, Infotainment-Systeme und teure Autoradios waren bei Dieben zuletzt weniger begehrt – die Anzahl an Diebstählen ist gesunken. Trotzdem wächst der Schaden.

Pro Fahrzeug und Diebstahl entstand 2017 durchschnittlich ein Schaden von 2.200 Euro.
Pro Fahrzeug und Diebstahl entstand 2017 durchschnittlich ein Schaden von 2.200 Euro.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die Zahl von aus Autos gestohlenen Teilen ist im vergangenen Jahr in Deutschland gesunken. Trotzdem ist ein höherer Schaden als im Vorjahr entstanden, wie der Versicherungs-Gesamtverband GDV mitteilt.

Insgesamt wurden den Assekuranzen 2017 rund 90.000 Diebstähle von Autoteilen gemeldet, 15 Prozent weniger als im Vorjahr (106.000 Diebstähle). Im Schnitt entstand aber pro Fahrzeug ein Schaden von 2.200 Euro, 2016 lag der Betrag noch bei knapp 2.100 Euro. Gegenüber 2014 sind die Kosten um rund ein Drittel gestiegen.

Der entstandene Gesamtschaden durch Aufbruch und Entwendung von bestimmten Teilen Iag 2017 bei rund 200 Millionen Euro. Teuer kommt die Versicherung vor allem der Diebstahl elektronischer Geräte wie Navigationssysteme, im Schnitt beträgt der Schaden hier 4.700 Euro. Der Grund: Die Diebe zerstören beim Ausbau des Geräts häufig die gesamte Mittelkonsole oder gleich das komplette Cockpit.

Der Diebstahl fest eingebauter Autoteile ist durch die Kaskoversicherung gedeckt. Nicht versichert sind frei im Fahrzeug liegende Teile wie Smartphones, Taschen oder portable Navis.

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