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Autoverbände fordern Öffnung der Zulassungsstellen

Autor / Redakteur: Antonia Seifert / Doris Pfaff

In einem gemeinsamen Appell richten sich VDA, VDIK und ZDK an Bund, Länder und Kommunen und fordern, die Kfz-Zulassungsstellen zu öffnen, um akut drohende Insolvenzen abzuwenden.

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Die Händler bleiben ohne geöffnete Zulassungsstellen auf ihren vorfinanzierten Autos sitzen.
Die Händler bleiben ohne geöffnete Zulassungsstellen auf ihren vorfinanzierten Autos sitzen.
(Bild: Pfaff/»kfz-betrieb«)

Der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) appellieren an Bund, Länder und Kommunen, durch rasches Handeln Insolvenzen und Jobverluste im Kfz-Handel abzuwenden. Diese drohen aufgrund der Maßnahmen, mit denen versucht wird, die Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) einzudämmen.

Bundesweit steht die Automobilbranche vor massiven Problemen. Die vorgeschriebene Schließung von Verkaufsstellen trifft die Händler hart. Viele Unternehmer versuchen, den Geschäftsbetrieb telefonisch oder digital aufrechtzuerhalten. Sie stoßen jedoch auf erhebliche Schwierigkeiten: Kfz-Zulassungsbehörden haben zum Teil die Arbeit eingestellt. Fahrzeuge können so nicht angemeldet werden, Händler bestellte und zur Auslieferung bereite Fahrzeuge nicht an die Kunden übergeben.

Bei Automobilhändlern stehen derzeit Tausende neue oder gebrauchte Fahrzeuge, die übergeben werden sollen. Kunden übernehmen und bezahlen diese Autos allerdings nur, wenn diese zugelassen werden können beziehungsweise zugelassen sind.

Dieser Fahrzeugbestand bindet Kapital, das für Händler aktuell besonders wichtig für das wirtschaftliche Überleben ist. Daher sind unbürokratische Lösungen gefragt, um Zulassungen durch Händler weiterhin bundesweit zu ermöglichen. Zulassungen könnten über den Handel gefahrlos mittels Schleusen für Dokumente und Schilder ohne körperlichen Kontakt zwischen den Menschen abgewickelt werden.

Hürden auch bei der Auslieferung

Zunehmend schwierig ist auch die Übergabe von bereits zugelassenen Fahrzeugen an Käufer. Zwar gestatten einige Bundesländer Auslieferungen ausdrücklich, andernorts wird es Händlern jedoch wegen „Social Distancing“ untersagt.

Eine Lösung könnte darin bestehen, dass Fahrzeugübergaben ohne jeglichen nahen Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer erfolgen. Die Voraussetzungen hierfür sind in vielen Autohäusern gegeben. Die Verbände fordern von der Politik nun, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Fahrzeugübergaben bundesweit einheitlich ermöglicht werden können.

Ein weiterer Aspekt sollte in dem Zusammenhang nicht ausgeblendet werden: Für den Hochlauf nach dem Produktionsstopp ist wichtig, dass dann bei den Händlern genügend freie Stellflächen zur Verfügung stehen.

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