Automobilvertrieb: Vier Kernthemen, die Händler beachten müssen

Autovertriebstage finden am 9. Mai statt

| Autor: Julia Mauritz

(Bild: Weissenberger)

Ist es noch sinnvoll, weiter viel Geld in mein Autohaus zu investieren? Wie muss ich mein Unternehmen für das Zeitalter der Elektromobilität vorbereiten? Lohnt es sich, Fahrzeuge im Abo anzubieten? Und wie schaffe ich es, gute Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten? Antworten auf diese und weitere Fragen, die den Automobilhandel aktuell bewegen, liefern die Autovertriebstage 2019.

Die Veranstaltung, die »kfz-betrieb« gemeinsam mit den Sponsoren CG Car-Garantie Versicherungs-AG und Santander Consumer Bank am 9. Mai im Würzburger Vogel Convention Center veranstalten, richtet sich an alle Geschäftsführer sowie Vertriebs- und Verkaufsleiter im Automobilhandel, die ihr Unternehmen fit für die Zukunft machen und sich über neue Trends und Entwicklungen informieren wollen.

Autovertriebstage 2018: Formen der digitalen Zukunft

Reizvoll ist die Veranstaltung vor allem wegen der Mischung aus Vorträgen hochkarätiger Vertreter der Automobilbranche, die aufzeigen, wo die Reise im Kfz-Gewerbe hingeht, und praxisnahen Best-Practice-Beispielen von Autohäusern und Dienstleistern zu den vier Schwerpunktthemen künftige Vertriebsformate, Arbeitgebermarke, Elektromobilität und digitale Abo-Modelle.

Abgerundet wird die Veranstaltung durch einen Eröffnungsvortrag von »kfz-betrieb«-Chefredakteur Wolfgang Michel, der anhand spannender Zahlen einen Ausblick auf die Zukunft des Kfz-Gewerbes wagt, und einem Vortrag von Keynote-Speaker Thomas Döll, der erläutert, welche Fähigkeiten Führungskräfte brauchen, um in den kommenden Jahren ihr Team erfolgreich führen zu können. Zudem können die Teilnehmer eine Branchenausstellung besuchen, um sich über neue Produkte, Dienstleistungen und Software zu informieren.

Die vier Themenschwerpunkte im Detail

Neue Vertriebsformate: Dr. Carsten Oder, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Mercedes-Benz Cars Vertriebs Deutschland schildert in seinem Vortrag, welchen Vertriebsansatz Mercedes-Benz verfolgt, um sein Händlernetz an die veränderten Kundenbedürfnisse anzupassen. Eine Möglichkeit ist es, die Kunden dort anzusprechen, wo sie sich bewegen: in der Innenstadt oder in Einkaufszentren. Der Haken dabei sind die hohen Mieten und der recht große Platzbedarf, sofern man ein Auto oder gar mehrere dort ausstellt. Leonhard Paul, Inhaber und Geschäftsführer der Autoactiva Werbeagentur, zeigt in seinem Best-Practice-Beispiel auf, dass es auch anders geht: Er betreibt mit der Hessengarage in einem Hanauer Einkaufszentrum einen rein digitalen Virtual-Reality-Store.

Arbeitgebermarke: Jens Puchert, Geschäftsführer der Digitalagentur Multivisio, erklärt, wie man als Autohaus erfolgreich Employer Branding betreibt und sein Unternehmen speziell auch für junge Fachkräfte attraktiv machen kann. Frank Levy, Geschäftsführer der Toyota- und Lexus-Autohausgruppe Auto Levy, gelingt das bereits bestens: Der Unternehmer hat schon verschiedene Auszeichnungen als Toparbeitgeber im Mittelstand ergattert. Das Thema Arbeitgebermarke ist im Betrieb eine zentrale strategische Säule. Auf den Autovertriebstagen schildert er unter anderem, warum Mitarbeiterbewertungen für ihn so wichtig sind und weshalb die Führungskräfte ihre Teams regelmäßig zum Herzlichkeitslunch einladen.

Elektromobilität: Ist es mit einer Ladesäule wirklich schon getan? Diese Frage, die sich Autohausinhaber angesichts der zahlreichen Elektromodelle, die vor allem ab 2020 auf den Markt kommen, stellen, und viele weitere, beispielsweise, welche Fördermöglichkeiten es für Autohäuser gibt, beantwortet auf der Veranstaltung Jürgen Papadopoulos, Inhaber der Papadopoulos Group. Im Best-Practice-Block zeigen zudem Fritz Hense vom Renault-Händler Car Union und Prof. Horst-Richard Jekel vom Dienstleister SPPC Group Strategie & Vertrieb, wie sie das Geschäft mit Elektroautos aufgebaut haben. Sie erläutern, wie sie das Thema infrastrukturell und personell angegangen sind, wo das Unternehmen hinsichtlich der E-Mobilität heute steht und worauf sich der Automobilhandel aus ihrer persönlichen Sicht zukünftig einstellen muss.

Digitale Abo-Modelle: Ein monatliche Rate, die bis auf den Kraftstoff sämtliche Betriebskosten und Extraservices inkludiert, flexible Laufzeiten und ein Vertragsabschluss vom heimischen Sofa aus: Volvo zählt zu den ersten Herstellern, die ein digitales All-inclusive-Abo für Privat- und Gewerbekunden kreiert haben. Wie dieses Angebot im Markt ankommt, wie die Volvo-Händler darin eingebunden sind und wie Care-by-Volvo weiterentwickelt wird, schildert Volvo-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Bauch auf den Autovertriebstagen. Wie man als Händler seinen Kunden auch in Eigenregie Fahrzeuge im Abonnement anbieten kann, um seine Langsteher zu mobilisieren und neue Kunden zu erreichen, erläutert Markus Guthan von der Würzburger Autohausgruppe Spindler, die die VW-Konzern-Marken vertreibt. Über die Plattform des Start-up-Unternehmens Faaren bietet Spindler den Onlinenutzern Abo-Pakete mit Mindestlaufzeiten zwischen einem und sechs Monaten an. Markengebundenen Autohäusern die Möglichkeit bieten, ihre Bestandsfahrzeuge mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist im digitalen Abo anzubieten: Das hat sich auch das Start-up-Unternehmen Vive la Car auf die Fahne geschrieben. Was sich genau hinter der für den Handel kostenlosen Plattform verbirgt und wie er damit vor allem Langsteher ertragreich vermarkten kann, erklärt Florine von Caprivi, CSO von Vive la Car.

Melden Sie sich jetzt zu den Autovertriebstagen an.

Die siebten Autovertriebstage starten am Abend des 8. Mai 2019 mit einer Branchenparty. Auf der Veranstaltung, die in einer attraktiven Location bei Würzburg stattfindet, verleihen »kfz-betrieb« und »Gebrauchtwagen Praxis« mit den Partnern Car-Garantie und Santander Consumer Bank zum 17. Mal den Vertriebs Award. Die Teilnahme ist für die Besucher der Autovertriebstage kostenlos. Hier geht es zur Anmeldung.

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