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Autozulieferer mit durchwachsener Quartalsbilanz

| Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Die Konjunktur brummt, der Neuwagenabsatz auch. Doch der Boom schlägt sich in den Quartalszahlen der Zulieferer Continental und Schaeffler nicht nieder. Die Unternehmen leiden unter verschiedenen Effekten.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Schaeffler und Continental vermelden in ihren Zwischenbilanzen zum ersten Quartal Gewinn- und Umsatzrückgänge. Ursächlich für die Entwicklung ist den Unternehmensangaben zufolge der starke Euro. Aber auch der Preisdruck in der Automobilindustrie macht den beiden Zuliefererriesen zu schaffen.

Der Schaeffler-Umsatz sei im ersten Quartal wegen Wechselkurseffekten leicht um 0,6 Prozent auf 3,55 Milliarden Euro gefallen, vermeldete der Wälzlager- und Getriebespezialist aus Herzogenaurach. In der Autozuliefersparte ging zudem wegen niedrigerer Verkaufspreise, Währungseffekten und höherer Vorleistungen für die Elektromobilität der Betriebsgewinn zurück, was auch auf Konzernebene belastete. Wegen des starken Euro sind Einnahmen in Ländern außerhalb des Währungsraums bei der Umrechnung weniger wert. Darunter leiden derzeit viele global tätige deutsche Unternehmen.

Das Ergebnis des Konzerns vor Zinsen und Steuern sank insgesamt um gut 10 Prozent auf 391 Millionen Euro. Unter dem Strich fiel der Gewinn mit 240 Millionen Euro gut 14 Prozent geringer aus. Für den am Vortag angekündigten Stellenabbau fielen noch keine Sonderkosten im ersten Quartal an. Schaeffler hatte am Montagabend mitgeteilt, weltweit 950 Stellen abbauen zu wollen. Mit dem Schritt sollen die jährlichen Kosten bis 2021 um 60 Millionen Euro sinken.

Auch Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat wegen des starken Euro etwas weniger verdient. Der Gewinn fiel nach Unternehmensangaben im ersten Quartal um 1,6 Prozent auf 737,6 Millionen Euro. „Starke Wechselkurseinflüsse in kleineren Märkten, in denen wir in nur sehr begrenztem Umfang lokal produzieren, haben unser erstes Quartal belastet“, erklärte Finanzchef Wolfgang Schäfer.

Der Umsatz stieg im ersten Quartal gemessen am Vorjahreszeitraum nur minimal auf 11 Milliarden Euro – ohne Wechselkurseffekte hätte es ein Plus von 4,3 Prozent gegeben. Währungseffekte könnten den Erlös im Gesamtjahr um über eine Milliarde Euro belasten, glaubt das Continental-Management. Allein im ersten Quartal waren es 546 Millionen Euro.

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