AVAG: Weiter im Wachstumsmodus

Gesamtabsatz jetzt bei 130.000 Fahrzeugen

| Autor: Jens Rehberg

Die Zentrale der größten deutschen Autohandelsgruppe in Augsburg.
Die Zentrale der größten deutschen Autohandelsgruppe in Augsburg. (Bild: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Die Augsburger Autohandelsgruppe AVAG hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2017/2018 um weitere circa 200 Millionen Euro auf rund 2,3 Milliarden Euro steigern können. Beim Gesamtfahrzeugabsatz liegt das Unternehmen mittlerweile bei knapp 130.000 Einheiten (Vorjahr: 121.000). Die Umsatzrendite lag auf dem Niveau des Vorjahresabschlusses (1,7 Prozent), wie der Vorstandssprecher der Gruppe, Roman Still, am Donnerstag auf Anfrage sagte.

„Die guten Zahlen ergeben sich aus einem Mix von guter Konjunktur, sehr guten Produkten unserer Hersteller und vor allem dank unserer loyalen Kunden“, wird Finanzvorstand Markus Kruis in einer Pressemitteilung zitiert. Zudem zahlten sich die Optimierungsstrategie für die Betriebe der AVAG-Holding, insbesondere im Prozess- und Bestandsmanagement, sowie die Anstrengungen bei der Mitarbeiterqualifizierung gerade aus.

Freuen sich über einen guten Konzernabschluss (von links): Die AVAG-Chefs Ulf Pfeiffer, Roman Still, Albert C. Still und Markus Kruis – zum Vergrößern bitte klicken.
Freuen sich über einen guten Konzernabschluss (von links): Die AVAG-Chefs Ulf Pfeiffer, Roman Still, Albert C. Still und Markus Kruis – zum Vergrößern bitte klicken. (Bild: Nadine Rupp)

Nichtsdestotrotz will man das Expansionstempo etwas zurückfahren. Laut Roman Still legen die Augsburger ihr Augenmerk jetzt auf die Stärkung der bereits getätigten Investitionen, allerdings „ohne weitere Arrondierungen auszuschließen“. Daneben bereite man sich vor allem auf einen Ausbau der Digitalisierung und eine neue Dealer-Management-Software vor.

Die größte Herausforderung bleibe zunächst die Übernahme von sieben Mercedes-Standorten der Wiesenthal-Gruppe in Österreich. „Die Mitarbeiter hatten es in der Vergangenheit nicht leicht“, erläutert der Vorstandssprecher für die Bereiche Ford sowie AVI Österreich, Kroatien, Polen und Ungarn, Albert C. Still. Erst habe man eine neue IT installiert, dann die AVAG-spezifischen Controlling-Prozesse und ein für die Mitarbeiter unbekanntes Marketingkonzept eingeführt. „Trotz dieser Umstellungen ziehen aber alle mit“, sagt Albert C. Still.

Seit dem 1. Mai 2018 gehören die zugekauften österreichischen Autohäuser zur AVAG. Bei den sieben Standorten handelt es sich um Betriebe in Wien, Niederösterreich und im Burgenland, die ihr Handels- und Servicegeschäft mit einem unveränderten Produktportfolio – Mercedes, Smart und Citroën – weiterführen. Außerdem übernahm die AVAG zum 1. April 2018 das Opel-Autohaus Wittemann in Bruchsal.

Zehn Prozent mehr Neuwagen

Wie Geschäftsleitung bereits Ende letzten Jahres im Gespräch mit »kfz-betrieb« erläutert hatte, war der stärkste Umsatztreiber im Geschäftsjahr 2017/'18 der Neuwagenverkauf gewesen. Mit 66.679 Neufahrzeugen hatten die AVAG-Verkäufer rund 10 Prozent mehr Einheiten vermarktet als im vorigen Geschäftsjahr. In diesem Bereich bewährt sich offenbar die seit vielen Jahren konsequent praktizierte, exklusive Präsentation der zahlreichen Marken, die die Gruppe mittlerweile vertritt. So sei das Wachstum auch weitgehend organisch entstanden, die zuletzt hinzugekommenen Betriebe hätten sich in Bezug auf die Verkaufszahlen noch nicht so sehr ausgewirkt. Speziell im Gewerbekundengeschäft mit Kleingewerbetreibenden und kleinen Flotten habe es große Zuwächse gegeben. Hier hat die Gruppe in den letzten Jahren viel in eine bessere Marktbearbeitung sowie in zusätzliche Außendienstmitarbeiter investiert.

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