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AVAG: Zweite Umsatzmilliarde erlöst

Autor: Jens Rehberg

Deutschlands größter Autohändler ist im Geschäftsjahr 2016/2017 weiter kräftig gewachsen. Die Rendite blieb jedoch im Vergleich zum Vorjahr rückläufig.

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AVAG Holding in Augsburg
AVAG Holding in Augsburg
(Foto: AVAG)

Die Augsburger Autohandelsgruppe AVAG kann mit dem Geschäftsjahr 2016/17 zufrieden sein. Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens vom Freitag erwirtschaftete der absatzstärkste deutsche Kfz-Händler mit einem Volumen von knapp 63.000 Neu- und 59.000 Gebrauchtwagen (inkl. ausländische Standorte) insgesamt einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro (Vorjahr 1,86 Mrd. Euro). Im Vorjahr waren noch 10.000 Autos weniger vermarktet worden. Die Umsatzrendite der Gruppe ging 2016/2017 jedoch von 2 Prozent auf 1,7 Prozent zurück.

Starker Wachstumstreiber im abgelaufenen Geschäftsjahr war demnach der Neuwagenvertrieb – was nicht zuletzt mit den neuen Betrieben zu tun hat, die das AVAG-Filialnetz im vergangenen Jahr erneut um mehrere Standorte haben anwachsen lassen, wie etwa das slowenische Autohaus Avtotehna mit seinen vier Standorten.

Seit April letzten Jahres gehört zudem das Autohaus Neff in Heilbronn mit drei Standorten und 74 Mitarbeitern zur AVAG. Im oberfränkischen Altenkunstadt eröffnete das zur AVAG gehörende Hommert-Auto-Zentrum eine zuvor erworbene und zum Ford-Autohaus umgebaute neue Filiale. Und in Sindelfingen übernahm Ende letzten Jahres die AVAG-Tochter Staiger das Autohaus Höfle. Rechnet man noch einen neuen Betrieb in Österreich sowie den (Opel-)Cayu-Store in Stuttgart hinzu, haben die Augsburger ihr Standortnetz im letzten Geschäftsjahr um zwölf Betriebe erweitert.

Im Aftersalesbereich konnte die Handelsgruppe 2016/2017 ihren Umsatz von 366 auf 396 Millionen Euro steigern. „Dies ist vor allem durch unsere Marketingaktivitäten, technischen Innovationen in der Serviceannahme und Kundenkontaktprogramme gelungen. Ein kleinerer Teil des Wachstums entfällt auf die neu erworbenen Unternehmen“, wird AVAG-Vorstand Albert C. Still in der Pressemitteilung zitiert. Auch das intensive Verkaufstraining der Fachkräfte sowie die verstärkte Präsenz im Internet mit Service- und Teileangeboten hätten zu dem guten Ergebnis geführt.

Zurzeit betreibt die AVAG 56 Autohäuser mit 172 Standorten in Deutschland, Österreich, Kroatien, Polen, Ungarn, Serbien und Slowenien. Der Konzern vermarktet mit seinen 4.300 Mitarbeitern neben dem Stammfabrikat Opel auch die Marken Ford, Toyota/Lexus, Nissan, Hyundai, Kia, Honda, Subaru, Suzuki, Dacia, Peugeot, Citroën, Alfa Romeo, Volvo und Cadillac.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«