Bei Betriebsprüfung möglichst wenig preisgeben

Autor / Redakteur: Axel Uhrmacher, Vizepräsident Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e V. (BVBC) / Joachim von Maltzan

Die Finanzbehörden nutzen elektronische Prüfungsmethoden – ihnen bleibt kaum etwas verborgen. Unternehmen sollten daher Vorkehrungen treffen, um die Einblicke des Fiskus auf das Notwendige zu begrenzen.

Um hohe Steuernachzahlungen zu vermeiden, sollten sich Unternehmen auf Betriebsprüfungen genau vorbereiten. Denn die elektronischen Medien ermöglichen den Finanzbehörden viel direktere Zugriffe auf die Firmendaten.
Um hohe Steuernachzahlungen zu vermeiden, sollten sich Unternehmen auf Betriebsprüfungen genau vorbereiten. Denn die elektronischen Medien ermöglichen den Finanzbehörden viel direktere Zugriffe auf die Firmendaten.
(Bild: © Coloures-pic - Fotolia)

Die Finanzbehörden setzen verstärkt auf moderne Technik und forcieren elektronische Betriebsprüfungen. Viele Unternehmen sind auf digitale Prüfungsverfahren noch nicht hinreichend vorbereitet. Wer sich nicht auf die neuen Methoden einstellt, riskiert Nachteile in der steuerlichen Beurteilung von zentralen Geschäftsvorgängen. Gerade mittelständische Unternehmen sollten die Ablage und Archivierung digitaler Dokumente auf den Prüfstand stellen.

Die elektronische Steuerprüfung bietet den Finanzbehörden neue Möglichkeiten. So dürfen Betriebsprüfer Daten an einem firmeneigenen PC durchforsten und bei Bedarf auch Unterlagen auf einem Datenträger mitnehmen. Sie können Dokumente nicht nur stichprobenartig, sondern mit speziellen Analyseprogrammen umfassend prüfen und statistisch auswerten. Auch ehrliche Steuerzahler geraten bei einer elektronischen Betriebsprüfung leicht ins Hintertreffen. Es drohen unerwünschte Einblicke in Unternehmensinterna oder Nachfragen zu Vorgängen, die eigentlich nicht prüfungsrelevant sind. Schnell kommt es zu nachteiligen Bewertungen durch die Finanzbehörden, die hohe Steuernachzahlungen nach sich ziehen können.