Werkstattbörsen Bei den Werkstätten fehlt das digitale Mindset

Autor: Jan Rosenow

Internetbörsen wie Autoreparaturen.de oder Reifen-vor-Ort.de hat das Corona-Jahr ein ordentliches Wachstum beschert. Nur müssen die Werkstätten die Möglichkeiten des Internets auch nutzen, betont Christian Koeper, COO der Saitow AG.

Christian Koeper: „Gesteigerte Motivation, beim Einkauf zu sparen.“
Christian Koeper: „Gesteigerte Motivation, beim Einkauf zu sparen.“
(Bild: Saitow)

Redaktion: Durch die Corona-Pandemie hat die digitale Kommunikation einen enormen Schub erlebt. Gilt das auch für die Nutzung digitaler Einkaufskanäle durch die Kfz-Betriebe?

Christian Koeper: Aus meiner Perspektive ist diese Frage eindeutig mit Ja zu beantworten. Zum einen ist es für den traditionellen Teilehandel, der stark auf den persönlichen Kontakt zu den Kunden ausgerichtet ist, schwerer, bestehende Prozesse aufrechtzuerhalten. Zum anderen spüren Werkstätten eine gesteigerte Notwendigkeit, Termine zu planen, länger zu takten bzw. zu puffern. Und nicht zuletzt müssen sie beim Einkauf sparen, um den Ertrag zu verbessern. Vielfach ist zu hören, dass die Corona-Pandemie wie ein Brennglas wirkt, das viele Defizite noch deutlicher aufzeigt bzw. Veränderungsprozesse beschleunigt. Nach meiner Ansicht gilt dies auch für den automobilen Aftermarket.

Ergänzendes zum Thema
Zur Person: Christian Koeper (49)
  • Seit 2019: Vorstandsmitglied und Chief Operating Officer der Saitow AG
  • Bis 2019: Geschäftsführer Fastlane Automotive
  • 2007 bis 2012: Gründer und Geschäftsführer des Autoteileportals Daparto
  • Davor: verantwortlich für Fahrzeugteile und Zubehör bei Ebay

Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group