Bei Renault stehen gebrauchte Diesel hoch im Kurs

Diesel-Gate trifft Marken unterschiedlich hart

| Autor: Silvia Lulei

Renault verkauft mehr dieselbetriebene Jahreswagen als Benziner.
Renault verkauft mehr dieselbetriebene Jahreswagen als Benziner. (Bild: Renault)

Die Marktforscher von Dataforce in Frankfurt haben einen differenzierten Blick auf die Kaufzurückhaltung bei jungen gebrauchten Diesel-Pkws geworfen. Das Ergebnis: Manche Marken wie zum Beispiel BMW haben weniger Probleme, ihre dieselbetriebenen Jahreswagen in den Markt zu bringen.

Junge Gebrauchte, also Pkws, die innerhalb des ersten Jahres bereits ihren Halter wechseln, machen 12,5 Prozent aller Besitzumschreibungen aus. 59,5 Prozent davon verkauft der Fahrzeughandel; die Vermieter machen mit 15,5 Prozent den zweitgrößten Anteil aus. Der Rest wird über den relevanten Flottenmarkt, den Privatmarkt, Vermieter und Fahrzeugbau verkauft.

Renault, BMW und Mazda haben trotz Diesel-Gate Zuwächse beim Verkauf von jungen Diesel-Pkw – zum Vergrößern bitte klicken.
Renault, BMW und Mazda haben trotz Diesel-Gate Zuwächse beim Verkauf von jungen Diesel-Pkw – zum Vergrößern bitte klicken. (Bild: Dataforce)

Der Gebrauchtwagenmarkt wird im Gegensatz zum Neuwagenmarkt nicht so stark durch verkaufsfördernde Aktionen wie etwa Umwelt- und Dieselboni oder Leasingsonderaktionen seitens der Hersteller und Leasinggesellschaften beflügelt. Die Kaufentscheidung der Kunden beruht hier viel stärker auf den persönlichen Bedürfnissen und der Entwicklung der Restwerte. Das Dieselthema spiegelt sich auch im Gebrauchtwagenkauf wider: Die Analyse von Dataforce ergab, dass bei jungen Gebrauchten eine deutliche Kaufzurückhaltung spürbar ist.

Demnach nehmen die mit Diesel betriebenen Pkws mit minus 15,5 Prozent deutlich ab, wenn man den Fokus auf die jungen Gebrauchtwagen legt, die innerhalb des ersten Jahres umgemeldet wurden. Die Benziner jedoch legen um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zu und alternativ betriebene Pkws haben ein noch stärkeres relatives Wachstum von 58,8 Prozent bei absolut 3.530 Mehr-Einheiten zu verzeichnen.

Bei den BMW- und Renault-Partnern läuft der Trend allerdings genau andersherum. Der Vertragshandel hat mit seinen jungen Dieselmodellen speziell dieser Fabrikate wenig Probleme; die Umschreibungen konnten im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht gesteigert werden (plus 660 bzw. plus 581 absolute Einheiten). Ein anderes Bild bekommt man z. B. bei VW, Skoda, Opel, Hyundai, Seat und Mercedes – hier gibt es zum Teil starke Einbrüche im Abverkauf bei den Händlern (siehe Grafik).

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