Unfallschadenrecht Beim Restwert ist der regionale Markt maßgeblich

Autor: Doris Pfaff

Bei einem vollkaskoversicherten Unfallfahrzeug müssen die Versicherer den Restwert nach dem Preis am regionalen Markt festlegen. Es darf nicht der Wert zugrunde gelegt werden, den es beispielsweise auf einem Sondermarkt gibt. Zu diesem Urteil kommt der Bundesgerichtshof.

In einem Kaskofall muss die Versicherung bei der Berechnung des Restwerts eines beschädigten Fahrzeugs den Preis zugrunde legen, den der regionale Markt zahlen würde.
In einem Kaskofall muss die Versicherung bei der Berechnung des Restwerts eines beschädigten Fahrzeugs den Preis zugrunde legen, den der regionale Markt zahlen würde.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Normalerweise regeln die Kaskobedingungen, dass ein Versicherungsnehmer bei einer nicht fachgerechten Reparatur seines Unfallfahrzeugs nur den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwerts verlangen kann. Allerdings bestehen in der Praxis oft Unklarheiten, wie dieser Restwert zu bestimmen ist.

Dazu hat der Bundesgerichtshof (BGH) im April ein wegweisendes Urteil (AZ: VI ZR 105/20) gefällt und damit die Rechte des Verbrauchers gestärkt. Bei der Abrechnung eines Kaskoschadens müsse wie beim Haftpflichtschaden üblich der Restwert am regionalen Markt ermittelt werden – und nicht überregional oder auf einem Sondermarkt.

Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik