Seat Benno Schulz bleibt Präsident und Sprecher des Seat-Händlerbeirats

Autor Andreas Grimm

Der Seat-Händlerbeirat geht mit unveränderter Führungsmannschaft in seine neue Amtsperiode. Alle Präsidiumsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Dringlichstes Problem sind derzeit die Lieferprobleme des Herstellers und das zuletzt angespannte Verhältnis zur Herstellerbank.

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Die Seat-Händler leiden wie viele Kollegen unter den Lieferschwierigkeiten. Für ihre Belange kämpft der Seat-Händlerbeirat mit wiedergewählter Führung.
Die Seat-Händler leiden wie viele Kollegen unter den Lieferschwierigkeiten. Für ihre Belange kämpft der Seat-Händlerbeirat mit wiedergewählter Führung.
(Bild: Kobia)

Oberster Interessenvertreter der Seat-Händler gegenüber dem Importeur und weiteren Branchenpartnern bleibt Benno Schulz. Der langjährige Präsident des Händlerverbands wurde am Mittwoch während einer Videokonferenz von den Mitgliedern des Händlerbeirats in seinem Amt bestätigt und fungiert damit zugleich eine weitere Amtsperiode als Sprecher des Beirats.

Benno Schulz bleibt für eine weitere Amtsperiode Sprecher des Seat-Händlerbeirats.
Benno Schulz bleibt für eine weitere Amtsperiode Sprecher des Seat-Händlerbeirats.
(Bild: SMW-HGW)

Die Mitglieder des Beirats hatte die Verbandsversammlung bereits im September gewählt. Aus ihrer Mitte heraus werden zudem traditionell die weiteren Führungskräfte des Verbandes bestimmt – sie wurden allesamt ihn ihren Ämtern bestätigt, berichtete Schulz auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Neben ihm sind das

  • Silvia Lange als Finanzchefin des Verbands,
  • Martin Braunheim, Sprecher des Arbeitskreises Verkauf,
  • Frank Hoppe als Sprecher Aftersales/Kundendienst,
  • Claudia Früchtl-Ebner als Schriftführerin.

Ein akuter Schwerpunkt des Händlerbeirats ist laut Schulz – wenig überraschend – die problematische Liefersituation. Die im Laufe der konstituierenden Sitzung zugeschalteten Vertreter des Importeurs machten dabei deutlich, dass der Handel aufgrund der fehlenden Ware keine Nachteile erleiden soll. Entsprechend sei die Vorführwagenregelung bis Ende des Jahres ausgesetzt und die Bonuszahlungen würden im Sinne des Handels angepasst, so Schulz.

Bei ihm häufen sich dramatische Meldungen aus dem Handel, überall laufen die Läger leer, fehlt es an Ware. „Inzwischen verkaufen wir unser Tafelsilber“, sagte er mit Blick auf den Abverkauf von Vorführwagen als letztes Mittel, um Kunden mobil zu halten. Gebrauchtwagen würden inzwischen zu Preisen zugekauft, „die einem Bauchschmerzen bereiten“. Immerhin sei die Produktion für den deutschen Markt zuletzt im Vergleich zum September gestiegen.

Zumindest eine Krise scheint sich zu entkrampfen: Die Beziehung zur Seat-Bank, die Händler zuletzt als „spannungsgeladen“ bezeichneten. Der Versuch einer Annäherung sei vorerst geglückt, so Schulz. Mitte November will man sich unter Moderation des Importeurs mit dem Vorstand der Bank treffen und austauschen. „Davon erhoffen wir uns eine Menge“, so Schulz.

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