DAT-Report Bereitschaft zum Onlinekauf noch verhalten

Autor: Yvonne Simon

Weniger als die Hälfte der Autokäufer ist bereit, den Kaufprozess komplett digital abzuwickeln. Zustimmende oder ablehnende Haltung hängen allerdings unter anderem vom Fahrzeugalter ab.

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Weniger als die Hälfte der Neu- und Gebrauchtwagenkäufer ist aktuell bereit, den Pkw komplett im Internet zu erwerben.
Weniger als die Hälfte der Neu- und Gebrauchtwagenkäufer ist aktuell bereit, den Pkw komplett im Internet zu erwerben.
(Bild: Audi)

41 Prozent der Neuwagenkäufer und 30 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer können sich grundsätzlich vorstellen, ihren Pkw online zu kaufen. Das geht aus dem DAT-Report 2021 hervor, der erstmals die Bereitschaft zum volldigitalen Autokauf ausweist.

Ein genauer Blick auf die Daten zeigt: Die Zustimmung oder Ablehnung zum digitalen Prozess hängt stark vom Fahrzeugalter ab. So geben bei möglicher Mehrfachnennung 38 Prozent der für den Report der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) Befragten an, dass sie einen fabrikneuen Wagen oder einen vorkonfigurierten Lagerwagen im Internet kaufen würden. Bei Jahreswagen schrumpft diese Bereitschaft auf 14 Prozent. Ist das Fahrzeug älter als 12 Monate, dann kommt „click and buy“ nur noch für 8 Prozent infrage.

Weitere Einflussfaktoren darauf, wie Menschen zum Onlinekauf stehen, sind Alter und Geschlecht der Befragten. Die Ablehnung war bei Neuwagenkäuferinnen (70 %) deutlich höher als bei den männlichen Befragten (55 %). Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Gebrauchtwagen: 23 Prozent der Käuferinnen würden den Kauf im Netz in Erwägung ziehen, bei den männlichen Käufern sind es 10 Prozentpunkte mehr.

Bei den unter 30-jährigen Gebrauchtwagenkäufern ist die Zustimmung mit 30 Prozent deutlich höher als bei den über 50-Jährigen (27 %) und der Generation 60-Plus (23 %). Am offensten zeigte sich die Gruppe der 31- bis 49-Jährigen (32 %).

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DAT feiert 90. Geburtstag

Für den DAT-Report 2021 führte das Marktforschungsunternehmen GFK in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine repräsentative Befragung unter knapp 4.550 Verbrauchern durch. Dabei handelte es sich um 2.550 Neu- und Gebrauchtwagenkäufer sowie rund 2.000 Werkstattkunden. Der DAT-Report erscheint seit 1974 jährlich. Er ist eine der größten Verbraucherstudien rund um den Pkw-Kauf und -Service in Deutschland.

Die DAT feierte Ende Februar ihren 90. Geburtstag. Einen kleinen Einblick in die Geschichte des Unternehmens gewährt die oben stehende Bildergalerie. Die DAT wurde 1931 als unparteiische Organisation gegründet und steht bis heute als Regulativ zwischen allen Akteuren der Autobranche. Damals wie heute waren ihre Gesellschafter der VDA, VDIK und der ZDK, beziehungsweise deren Vorgängerorganisationen. Das Handeln der DAT steht zudem unter Beobachtung eines Beirats aus Verbraucherverbänden, darunter ADAC und ACE.

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 Yvonne Simon

Yvonne Simon

Redakteurin Management & Handel