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Beresa standardisiert Prozesse und digitalisiert sie dann

Autor: Steffen Dominsky

Deutschland ist vielfältig: In jeder seiner Regionen ticken die Uhren ein bisschen anders. Auch im Norden, besser gesagt in Nordhorn. Dort hat die Beresa-Gruppe einen ihrer Standorte – und der tickt in Sachen Service richtig gut.

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35 Mitarbeiter hat die Beresa-Filiale in Nordhorn. Davon kümmern sich ganze 28 um den Service. Das zeigt, welche Bedeutung der Aftersales hier hat.
35 Mitarbeiter hat die Beresa-Filiale in Nordhorn. Davon kümmern sich ganze 28 um den Service. Das zeigt, welche Bedeutung der Aftersales hier hat.
(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

Fast überall in Deutschland hören Landkreise auf den Namen „Landkreis“. Nicht so im Fall des Landkreises Bentheim. Denn der trägt, man höre und staune, den Titel „Grafschaft“. Und zur Grafschaft Bentheim gehört auch die Stadt Nordhorn. Dort unterhält die Beresa-Gruppe einen ihrer Standorte. Und das bereits seit 1954. Ausgangspunkt des Betriebs war damals, wie so oft, eine Tankstelle. Der gliederte man ein Autohaus an, das über die Jahre stetig wuchs und nunmehr eine Fläche von 14.500 Quadratmetern umfasst. 35 Mitarbeiter hat es aktuell, wovon sich ganze 28 um den Service kümmern.

Das zeigt, welche Bedeutung dieser für die Nordhorner Mannschaft hat und worin ihre Stärke liegt. Nämlich darin, den Mercedes-Benz-Besitzern und -Besitzerinnen der Region einen möglichst perfekten Service zu bieten. „Zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit und Verschlankung vorhandener Strukturen standardisieren wir im ersten Schritt Prozesse, um sie dann zu digitalisieren“, bringt Christian Evertmann, Betriebsleiter in Nordhorn, die diesbezügliche hauseigene Strategie auf den Punkt. Soll heißen: Bei Beresa setzt man bereits heute konsequent auf die Mittel, die Mercedes-Benz seinen Partnern zur Verfügung stellt.

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Das fängt bereits bei der Terminvereinbarung an: Kunden haben hier die Möglichkeit, einen Termin bequem von jedem Ort der Welt aus online zu vereinbaren – und zwar einen „richtigen“ Termin. D. h., sie lösen nicht nur eine Anfrage aus, sondern können aktiv ihren Wunschtermin, abhängig von der gewünschten Dienstleistung, selbst im Werkstattkalender verbindlich buchen. Eine elektronische Bestätigung bzw. Erinnerung kurz vor „Fälligkeit“ ist selbstverständlich inklusive.

„Wünscht der Kunde beispielsweise einen Räderwechsel, so bekommt er außerdem eine Kopie seines Reifenpasses zugeschickt, erhält also ein Dokument, aus dem eins zu eins das Alter und die Profiltiefe seiner eingelagerten Reifen hervorgeht. Wir selbst können aus diesem zudem den Zustand und eventuelle Beschädigungen der Reifen und der Felgen anhand von Bildern ablesen“, beschreibt Evertmann das praktische Digitalwerkzeug des beauftragten Reifen-Logistikdienstleisters, das ins hauseigene Dealer-Management-System integriert ist.

Spannung bis zur Preisverleihung am 23. November

Mit diesem Konzept und seinem erfolgreichen Servicegeschäft insgesamt hat es das Autohaus Beresa in die Top Ten beim Service Award 2020 geschafft, Deutschlands wichtigstem herstellerneutralen Preis für das Werkstattgeschäft im Markenautohaus. Zu dem dreistufigen Bewerbungsverfahren, das ein Autohaus absolvieren musste, gehörten eine Onlinequalifikation, eine umfangreiche Befragung sowie ein Jurybesuch durch die Redaktion von »kfz-betrieb« zusammen mit Vertretern der Sponsoren Loco-Soft und TÜV Nord. Die genaue Platzierung erfahren alle Bewerber erst bei der Preisverleihung am 23. November 2020, die erstmals ausschließlich online stattfindet.

Am Tag nach der Preisverleihung, dem 24. November 2020, finden die Autoservicetage statt. Das herstellerneutrale und markenübergreifende Forum für Servicemanagement nutzen Inhaber, Geschäftsführer und Serviceleiter aus Autohäusern sowie Experten und Dienstleister aus der Kfz-Branche, um über ihr Aftersales-Geschäft zu diskutieren. Das Thema 2020 ist die Elektromobilität. Corona-bedingt haben wir uns entschlossen, die Autoservicetage erstmals ausschließlich online stattfinden zu lassen. Auf einer speziell programmierten Webplattform können die Teilnehmenden die Vorträge via Livestream am heimischen Bildschirm verfolgen und sich mittels Chatfunktion interaktiv in das Geschehen einbringen oder Livechattermine mit anderen Teilnehmern verabreden. Sponsoren und Aussteller haben die Möglichkeit, sich in einem digitalen Showroom zu präsentieren. Im Nachgang zu den Autoservicetagen bekommen alle Gäste die Vorträge nochmals auf der Eventplattform zur Verfügung gestellt.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group