Berlin prüft Fahrverbote für Euro-6-Diesel

Überlegungen betreffen die Abgasnormen Euro 6a, 6b und 6c

| Autor: dpa

Berlin prüft, ob im Fall von Fahrverboten auch Euro-6-Diesel ausgesperrt werden könnten
Berlin prüft, ob im Fall von Fahrverboten auch Euro-6-Diesel ausgesperrt werden könnten (Bild: ACE)

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Die Berliner Landesregierung prüft, ob Fahrverbote ab 2020 auch für modernere Diesel notwendig werden könnten. „Auch die Euro-6-Diesel sind ja bekanntermaßen nicht alle sauber“, sagte ein Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung am Montag zu einem entsprechenden Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). In Szenarien würden daher auch Einschränkungen für Diesel mit den Abgasnormen Euro 6a, 6b und 6c geprüft.

Bisher ging es in der Debatte vor allem um ältere Diesel-Fahrzeuge bis zur Abgasnorm Euro 5. Die Deutsche Umwelthilfe fordert, die Innenstadt für sie zu sperren. Das Verwaltungsgericht Berlin will an diesem Dienstag darüber verhandeln. „Noch wissen wir nicht, ob es überhaupt zu Fahrverboten kommt“, betonte der Verwaltungssprecher. Betroffen sein könnten mehr als 200.000 Pkw von Euro 1 bis Euro 5, aber auch Autos von Pendlern sowie Lastwagen.

Die Verwaltung von Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) hofft, Fahrverbote abzuwenden. Sie versucht mit anderen Mitteln, die Luft in der Hauptstadt noch zu verbessern. Bisher wird an vielen Stellen der Grenzwert für schädliches Stickstoffdioxid überschritten. Aus Günthers Sicht wären flächendeckende Verbote nicht verhältnismäßig. Eine andere Möglichkeit wäre es aber, einzelne Straßen zu sperren. Eine solche Lösung gibt es bereits in Hamburg.

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