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Bestseller im Juli: Nur bei Wohnmobilen keine deutsche Dominanz

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Christoph Seyerlein

Nur der Fiat Ducato hat es im Juli in die Riege der Auto-Bestseller geschafft. In allen anderen Segmenten stand ein Auto eines nationalen Herstellers an der Spitze. Die SUVs lassen derweil beim Marktanteil erstmals die Kompaktwagen hinter sich.

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Der Fiat Ducato hat es als einziges Fahrzeug eines ausländischen Fabrikats in die Juli-Bestsellerliste des KBA geschafft.
Der Fiat Ducato hat es als einziges Fahrzeug eines ausländischen Fabrikats in die Juli-Bestsellerliste des KBA geschafft.
( Fiat)

Aufgrund aktueller Krisen und Skandale wie „Dieselgate“ und möglicher Kartellabsprachen stehen die deutschen Autobauer hierzulande in der Kritik. Ein Blick auf die Segmente-Auswertung der Neuzulassungen des Kraftfahrt-Bundesamts für den Juli zeigt aber: Die Autobestseller machen zumeist dennoch die deutschen Fabrikate unter sich aus. Lediglich dem Fiat Ducato ist es als Importeurs-Auto im zurückliegenden Monat gelungen, sich an die Spitzenposition eines Segments zu setzen. Allerdings ist das italienische Modell bei den Wohnmobilen sowieso Seriensieger.

Ansonsten gab es im Vergleich zum Juni vier neue Segment-Spitzenreiter. Bei den SUVs holte sich der Opel Mokka mit 3.449 verkauften Einheiten den ersten Rang vom Ford Kuga zurück. In der Mittelklasse lag die Mercedes-Benz C-Klasse mit 6.868 Neuzulassungen diesmal vor dem VW Passat. Dafür musste in der oberen Mittelklasse mit der E-Klasse ein Mercedes-Modell die Spitze räumen, hier dominierte im Juli der BMW 5er mit 4.341 verkauften Neuwagen. Und auch in der Oberklasse jagten die Münchner den Stuttgartern die Topplatzierung ab. Statt wie zuletzt die S-Klasse stand diesmal der BMW 7er mit 398 Neuzulassungen ganz oben. Alle KBA-Segmentsieger im Juli finden Sie in folgender Bildergalerie:

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Bildergalerie mit 13 Bildern

Auch die Marktanteile der einzelnen Segmente haben sich im Juli verschoben. Besonders auffällig: Die jahrelang dominante Kompaktklasse musste sich erstmals recht klar den SUVs geschlagen geben – zumindest, wenn man die Geländewagen bei Letzteren mit einbezieht. Im Juli waren „nur“ noch 22,2 Prozent der neu zugelassenen Autos in Deutschland Kompaktwagen, während die SUVs (14,7 %) und Geländewagen (8,1 %) auf gemeinsam auf einen Marktanteil von 22,8 Prozent kamen. Und das, obwohl die Geländewagen mit 22.789 Verkäufen verglichen mit dem Vorjahr deutlich an Boden verloren (-9,6 %).

Das machten die SUVs aber locker wett. Ihr Absatz legte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 23,7 Prozent zu. Daneben erlebte im Juli vor allem die obere Mittelklasse einen Boom. Mit 13.394 Fahrzeugen registrierte das KBA im zurückliegenden Monat 39 Prozent mehr Neuzulassungen in diesem Segment als im Juli 2016. Ebenfalls sehr gefragt waren Wohnmobile (+16,2 %).

Weniger rosig lief es im Juli wie bereits erwähnt für die Kompaktklasse (-6,5 %). Am stärksten büßten allerdings die Großraum-Vans ein: Die Verkaufszahlen in diesem Segment fielen mit 13.164 Einheiten im Vergleich zum Juli 2016 um 10,8 Prozent.

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