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Bestseller Oktober: Daimler profitiert von WLTP-Stau bei VW

| Autor: Christoph Seyerlein

Gleich acht Segment-Bestseller in Deutschland kamen im Oktober von Daimler. Der sonst so dominante Volkswagen-Konzern wird weiter von seinen WLTP-Problemen gebremst. Insgesamt gab es im zurückliegenden Monat im Vergleich zum September fünf neue Klassensieger.

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Insgesamt acht Klassensiege gingen im Oktober an Autos aus dem Daimler-Konzern.
Insgesamt acht Klassensiege gingen im Oktober an Autos aus dem Daimler-Konzern.
(Bild: Daimler)

Auch im Oktober zeigt ein Blick auf die Autobestsellerliste des Kraftfahrt-Bundesamts deutlich, dass Volkswagen weiter mit seinen WLTP-Problemen zu kämpfen hat. Die Wolfsburger konnten zwar im Vergleich zum September einen Segment-Spitzenplatz zurückerobern. Für den sonst so dominanten und erfolgsverwöhnten Autobauer gab es damit im Oktober aber „nur“ drei erste Plätze. Größter Profiteur davon ist aktuell Daimler: Gleich acht Modelle des Stuttgarter Autobauers sicherten sich im vergangenen Monat einen Klassensieg in Deutschland.

Insgesamt gab es im Vergleich zum September fünf neue Klassenbeste: Der Smart Fortwo löste den Fiat 500 an der Spitze des Mini-Segments ab, bei den Kleinwagen folgte der Ford Fiesta auf den Opel Corsa. Ebenfalls neue Segmentsieger gab es bei den Geländewagen (VW Tiguan statt BMW X3), Großraum-Vans (Mercedes V-Klasse statt VW Touran) und den Utilities (VW Caddy statt Ford Tourneo/Transit). Alle Klassen-Bestseller im Oktober zeigt folgende Bildergalerie.

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Bildergalerie mit 13 Bildern

Insgesamt schwächelte der deutsche Automarkt im Oktober. Da verwundert es kaum, dass auch nur wenige Segmente im Vergleich zum Vorjahresmonat zulegen konnten. Stärker gefragt als im Oktober 2017 waren lediglich Minis (+12,9 %), SUVs (+8,4 %) und Wohnmobile (+39,4 %).

In allen anderen Klassen gab es teils deftige Einbrüche, am stärksten beutelte es die Sportwagen (-40,3 %), Großraum-Vans (-36,2 %) und Utilities (-30 %).

Beim Marktanteil rücken die SUVs (19,2 %) weiter unaufhaltsam an die Kompaktklasse (23,5 %) heran. Zählt man die artverwandten Geländewagen (8,4 %) zu den SUVs dazu, haben die Hochbeiner die Spitze mit einem kumulierten Anteil von 27,6 Prozent längst erklommen.

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